Schneller als erwartet steigt
Dell mit einem eigenen Smartphone in den Mobilfunkmarkt ein. Ab sofort ist das Dell Mini 3i in China erhältlich. Exklusiver Vertriebspartner ist der Branchen-Riese China Mobile, der mit rund einer halben Milliarde Kunden hohes Marktpotential bietet.
Smartphone für Fernost
In Kürze startet der Verkauf des ersten Dell-Smartphones in China. Das "Mini 3i" wird in zwei Farben zu haben sein, Red Passion und Oiled Bronze. Über konkrete Preise schweigt sich Dell noch aus. Als Betriebssystem kommt die "Ophone" getaufte Android-Version von China Mobile zum Einsatz. Was die Hardware betrifft, gibt sich Dell flexibel. So sei diese genau wie das Design des Smartphones keinesfalls fix. Dell hält sich je nach Zielmarkt offen, die Spezifikationen zu ändern.
Für China gelten folgende Merkmale. Das Quadband-Gerät wiegt rund 105 Gramm bei einer Größe von 58 x 122 x 12 Millimetern (Länge x Breite x Höhe).
Elegante, klare Formen beherrschen das Mini 3i. Bild: Dell
Das Mini 3i. Bild: Dell
Das Display misst 3,5 Zoll und stellt 640 x 360 Pixel dar. Überraschenderweise funkt das Mini 3i nur in 2G-Netzen und unterstützt
EDGE. Der Datenturbo
UMTS/
HSDPA wird nicht unterstützt. Ein GPS-Modul ist integriert, ebenso findet sich eine 3-Megapixel-Kamera mit Blitz, Zoom, Autofocus und Video-Funktion. Der Speicher des Gerätes ist mit Hilfe von microSD-Karten auf bis zu 32 Gigabyte erweiterbar - der Datentransfer erfolgt dann mittels Mini-USB.
Jemals nach Europa?
Ob und falls ja wann das Dell-Smartphone seinen Weg nach Europa findet, steht in den Sternen. Als nächstes will Dell das Gerät in Brasilien anbieten. Zielmärkte sind also solche mit hohem Wachstumspotential. Vielleicht eine Taktik, die aufgehen könnte - schließlich würde Dell in Europa auf weitgehend gesättigte Märkte treffen, in denen kein wirkliches Umsatzpotential besteht und die Konkurrenz durch das hierzulande sehr beliebte
iPhone und etablierte
BlackBerry-Modelle sehr groß ist.
Michael Müller