Der Telekomausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) ist bei der
Versteigerung von Teilen des insolventen Netzwerkausrüsters Nortel ein zweites Mal leer ausgegangen. Das Gebot sei zu niedrig gewesen, teilte NSN am Montag mit.
Finanziell nicht gerechtfertigt
"Die Offerte hat den fairen Wert widergespiegelt und eine Aufstockung hätte finanziell nicht gerechtfertigt werden können", so das Unternehmen. NSN hatte gemeinsam mit einem finanzkräftigen Partner für Teile von Nortel geboten. Den Zuschlag erhielt letztlich aber der Netzwerk-Spezialist Ciena aus dem US-Bundesstaat Maryland. Über den Preis machte keine der Seiten Angaben.
Nortel verkauft nach und nach seine einzelnen Sparten, um die Gläubiger zu bezahlen. NSN hatte bereits vor einigen Monaten versucht, sich das Mobilfunkgeschäft der Kanadier zu sichern. Der schwedische Rivale
Ericsson überbot das deutsch-finnische Gemeinschaftsunternehmen jedoch. NSN schreibt immer wieder hohe Verluste und verliert Marktanteile an die Konkurrenz. Tausende Stellen werden deswegen gestrichen.
Christian Wolf
/ dpa