Google hat seinen neuesten Streich, das Cloud-
Betriebssystem Chromium OS, für Entwickler in einer frühen Version
zur Verfügung gestellt. Allerdings können sich auch technisch interessierte Privatanwender bereits jetzt einen Eindruck machen: Kurz nach der Veröffentlichung des Quellcodes bieten findige IT-Seiten fertig kompilierte Images, die das komplette Betriebssystem enthalten: Der Nutzer kann sofort loslegen.
Für Neugierige
Wie schon beim ersten
Windows 7 RC Test und unserem
"Ubuntu ausprobieren"-Special heißt auch hier das Zauberwort "Virtuelle Maschine" (VM). Die Seite
gdgt.com bietet, neben einer bootfähigen Version für USB-Sticks, für den VM Player und Sun´s VirtualBox die passenden Datei zum Download an. Das Image für die VirtualBox scheint nach User-Aussagen defekt zu sein, das Programm akzeptiert allerdings auch das VMWare-Abbild. Unsere Redaktion hat Chromium in die virtuelle Kiste gesperrt und einen ersten Blick auf Googles neue Hoffnung geworfen.
Da Chromium zu der neuen Generation von Cloud-Anwendungen gehört, fällt die Dateigröße mit gut 300 Megabyte für ein Betriebssystem entsprechen gering aus. Schließlich befinden sich auch alle Anwerbungen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Bildbetrachter auf den
Servern von Google.
Hinweis: Trotz seriöser Quelle des Festplatten-Image sollte aus Sicherheitsgründen zum Einloggen ein Google-Zweitaccount angelegt werden in dem keine schützenswerten Daten vorhanden sind oder nach Benutzung zumindest das Passwort geändert werden.
Frühe Version: Der Anmeldevorgang ist noch sehr schlicht gehalten. Screenshot: onlinekosten.de
Chromium unter Windows
Eine Installation findet bei der VM nicht statt, gdgt.com bietet "lediglich" fertig konfigurierte
Festplatten-Images an. Am einfachsten lässt sich das Festplatte-Image unter der VirtualBox einbinden. Nach der Installation der Software genügt ein Klick auf "Neu" im Hauptmenü, als Betriebssystem
Linux und als Version "Other Linux" wählen. Im nächsten Schritt die Größe des Hauptspeichers zwischen 512 Megabyte und einem Gigabyte setzen, dann "Festplatte benutzen" aktivieren und das VMWare-Image von Gadget hinzufügen. Im Anschluss schließt ein Klick auf "Fertig" das Einrichten ab. Die Chrome-Entwickler weisen darauf hin, dass die Tastatur unter VM-Betrieb verzögert reagieren kann. Außerdem ist zu beachten, dass die Tastatur von Chromium innerhalb der VM automatisch auf das US-Layout umgestellt wird. Das für den Login-Vorgang nötige @-Zeichen findet sich mit "SHIFT+2", die Z- und Y-Taste sind vertauscht.