Dienstag, 17.11.2009 20:04

Datenskandal bei britischer T-Mobile aufgedeckt

aus dem Bereich Mobilfunk
Bei der britischen Telekom-Tochter T-Mobile ist ein Datenskandal ans Tageslicht gekommen. Datensätze tausender Kunden seien von Angestellten an Zwischenhändler verkauft worden, teilte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag in London mit. Millionen von Einträgen, darunter Namen, Adressen, Telefonnummern und zentrale Vertragsinformationen, seien ohne Wissen von T-Mobile weitergegeben worden. Demnach handelte es sich um Kunden, deren Vertrag bald auslief und die Konkurrenz abwerben wollte.

Anzeige
Daten gingen an Wettbewerber

T-Mobile habe die Telekommunikationsbehörde ICO über den Verstoß gegen das Datenschutzgesetz informiert, "als es offensichtlich wurde, dass Informationen über Vertragsverlängerungen an Dritte weitergegeben wurden", sagte der Sprecher. Die Tochter der Deutschen Telekom bedauere den Diebstahl der Daten "zutiefst". Mit dem Problem der illegalen Datenweitergabe hätten auch Konkurrenten zu kämpfen. Nach Angaben der Behörde verkauften die Zwischenhändler die Daten an die Wettbewerber der Telekom-Tochter weiter. Es gehe um erhebliche Summen. Gegen die Verdächtigen solle rasch Anklage erhoben werden.

Vorfall sollte verdeckt bleiben

ICO und T-Mobile hatten erst vereinbart, den Datenskandal nicht öffentlich zu machen. ICO-Chef Christopher Graham beschwerte sich jedoch in einer Vorlage an die Regierung, dass das Strafmaß von 5.000 Pfund (derzeit 5.600 Euro) für Datenverstöße zu gering sei - und nannte in der BBC am Dienstag den Fall als Beispiel. Er wolle keine Namen nennen, um das Gerichtsverfahren nicht zu beeinträchtigen. Alle Mobilfunkanbieter außer T-Mobile bestritten, der Schuldige zu sein. In Anbetracht der Sammlung und Speicherung weiterer persönlicher Daten müssten die Gesetze verschärft werden, forderte Graham: "Die Risiken ungesetzlichen Erwerbs und Weitergabe wird sogar noch größer werden."

Probleme in Großbritannien

T-Mobile ist mit einem Marktanteil von 15 Prozent der viertgrößte Mobilfunkanbieter in Großbritannien. Im ersten Quartal musste der Konzern rund 1,8 Milliarden Euro auf die Tochter abschreiben und tauschte das Management komplett aus. Wegen sinkender Einnahmen und massiver Verluste soll die britische Sparte mit dem französischen Konkurrenten Orange zusammengeführt werden. Kartellbehörden und Aufsichtsräte müssen dem Joint-Venture aber noch zustimmen.
André Vatter / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Überall Datenskandale (9 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von MadDog am 18.11.2009 um 18:11 Uhr
 Suche

Internet über Kabel
Kein DSL oder nur schlechte Werte im DSL Speedtest? Internet über das Kabelnetz ist eine der führenden DSL Alternativen.
Kabelanbieter bieten ultraschnellen Downstream über den Kabelanschluss.
Wenn kein DSL verfügbar ist und auch kein Kabel digital gewünscht wird, ist mobiles Internet vielleicht interessant.
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs