Der insolvente Speicherchiphersteller Qimonda startet auch am Firmensitz in München, Gustav-Heinemann-Ring 212, den Ausverkauf seines Inventars. Ab Mittwoch, den 18. November, stünden von elf bis 18 Uhr auf dem Firmengelände mehrere hundert Geräte wie LCD-Monitore, Drucker, Beamer, Desktops und
Notebooks zum Verkauf, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Montag.
Nur für gewerbliche Kunden
Nicht zum Kauf stehen
Server, Netzwerktechnik, Möbel oder Laborequipment. Der Erlös der Aktion fließt der Insolvenzmasse zu. Zielgruppe sind ausschließlich gewerbliche Kunden, die mehrere tausend Einzelteile erstehen können. Seit Beginn des Ausverkaufs im Dresdner Werk Ende September sei bereits ein niedriger einstelliger Millionenbetrag erzielt worden, sagte der Sprecher. Dort soll die Aktion noch bis Weihnachten weitergehen. In München ist der Inventarverkauf zunächst eintägig geplant, könnte aber bei entsprechender Resonanz auch im Wochenturnus veranstaltet werden. Eine Besichtigung der Geräte ist nach Anfrage unter
qimonda-muenchen-asset-sale@qimonda.com möglich. Weitere Informationen gibt es auch auf qimonda.com.
Die Infineon-Tochter Qimonda mit einst weltweit rund 12.000 Beschäftigten hatte im Januar nach drastischem Preisverfall in der Branche und hohen Verlusten Insolvenzantrag gestellt. Mittlerweile sind in Dresden noch rund 140 und in München gut 130 Mitarbeiter mit der Verwertung beschäftigt. Bundesweit waren es ursprünglich 4.600 Beschäftigte.