Auf der Technikmesse Cartes 2009 in Paris stellen Visa Europe, Telefónica
o2 und der Smartcard-Hersteller Giesecke & Devrient (G&D) in dieser Woche den Prototypen einer
SIM-Karte vor, auf der eine
Zahlungsanwendung bereits integriert ist.
SIM-Karte als lokaler Server
Die Technologie erlaubt es Anwendern, alle notwendigen Zahlungs- und Sicherheits-Legitimationen sowie die Bedienoberfläche auf der speziellen SIM-Karte zu speichern. Dabei kommt neben der Technik zur Datenübertragung von Telefónica o2 und der Zahlungsanwendung von Visa die Smart Card Web Server-Technologie (SCWS) des Münchner Konzerns G&D zum Einsatz.
SCWS nutzt die SIM-Karte als lokalen
Server im Mobiltelefon, um eine Bedienoberfläche zum Bezahlen im
mobilen Internet anzuzeigen. Nach Angaben von G&D unterscheide sie sich von JAVA-Anwendungen oder lokalen Software-Lösungen für bestimmte Benutzeroberflächen durch die Verwendung von Standard-Internettechnologien wie HTML oder sicheren HTTPS-Verbindungen. Um den Inhalt darzustellen, verbindet sich der SCWS auf der SIM-Karte mit dem
Browser des mobilen Geräts.
Sicher und einfach
Diese SIM-Karte lässt sich aus einem SCWS-fähigen
Handy, beispielsweise von LG oder Samsung, entfernen und in ein anderes entsprechend ausgerüstetes Gerät einsetzen. Der Visa Bezahlservice soll dann weiter genutzt werden können, ohne dass eine neue Bedienoberfläche oder Zahlungsanwendung installiert werden muss.
Die SCWS-Technologie soll zunehmend in mobile Geräte integriert werden, um die leichtere Übertragbarkeit sicherer Anwendungen zwischen Mobiltelefonen durch das Speichern auf der SIM-Karte zu ermöglichen. "Mobile Payment- und Ticketing-Applikationen verbreiten sich zunehmend im Markt. SIM-Karten in Kombination mit dem Smart Card Web Server von G&D eignen sich optimal, um mit Hilfe des Mobiltelefons sichere Anwendungen zu speichern und auszuführen", erklärt Dr. Klaus Vedder, Leiter der Division Telekommunikation bei G&D.