Dienstag, 17.11.2009 00:01

Unitymedia widerspricht Drückerkolonnen-Vorwurf

aus dem Bereich Breitband
Schnelle Internetzugänge mit Bandbreiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sind der Wachstumstreiber beim zweitgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Unitymedia. Im dritten Quartal konnte Unitymedia 74.000 neue Internet-Kunden gewinnen. Der Erfolg des in Nordrhein-Westfalen und Hessen aktiven Unternehmens machte den Provider als Übernahmeobjekt interessant. In der vergangenen Woche gab denn auch der US-Medienkonzern Liberty Media den Kauf für 3,5 Milliarden Euro bekannt. Doch die "Wirtschaftswoche" übt in ihrer aktuellen Ausgabe heftige Kritik an Unitymedia und beruft sich dabei auf eine Dokumentation der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Übersicht

1. Vorwürfe der Verbraucherzentrale
2. Stellungnahme von Unitymedia

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15.000 Beschwerden über Unitymedia

Demnach würden Neukunden mit fragwürdigen Methoden angeworben. Zum Einsatz kämen unter anderem externe Call-Center. Verbraucher - sogar Kunden von Konkurrenten - würden auch ohne Zustimmung angerufen. Das bestätigen auch Informationen, die unserer Redaktion vorliegen. Zudem seien "Drückerkolonnen" vor Ort unterwegs, die vor allem ältere Menschen mit Hinweis auf eine Abschaltung des analogen Fernsehen auf Verträge für das digitale Fernsehangebot von Unitymedia drängten. Die Verbraucherzentrale NRW habe in diesem Jahr bereits 15.000 Beschwerden registriert und damit erheblich mehr als in Verbindung mit der Deutschen Telekom oder anderen Internetanbietern.

Verbraucherzentrale NRW: Zahlreiche Missstände bei Unitymedia

"Mehrfach wurden die Grenzen zum unlauteren Wettbewerb überschritten und verbraucherrechtliche Schutzvorschriften missachtet", so die Vorwürfe der Verbraucherschützer. Konkret führen sie unter anderen neben der belästigenden Telefonwerbung, das Unterschieben unbestellter Leistungspakete, unverständliche Rechnungen, kundenunfreundliche Endgeräte, lange, kostenpflichtige Wartezeiten am Telefon, unberechtigte Kontoabbuchungen oder zu langsame Bearbeitung von Reklamationen an. Außerdem würden Daten von Unitymedia-Kunden bei externen Call-Centern und Adresshändlern kursieren.

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    Zuletzt kommentiert von RaumPirat am 17.11.2009 um 16:09 Uhr
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