Unitymedia steht nach einem Bericht der "WirtschaftsWoche" kurz vor der Mehrheitsübernahme durch den US-Medienkonzern Liberty Media.
Verhandlungen kurz vor Abschluss
Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, berichtete das Blatt unter Berufung auf einen mit dem Verkauf vertrauten Investmentbanker. Die Finanzinvestoren BC Partners und Apollo Management wollten ihre Anteile in Höhe von 35 und 29 Prozent komplett abgeben. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verkauf zustande kommt, liegt bei mehr als 50 Prozent", so der Investmentbanker.
Der noch für dieses Jahr
geplante Börsengang solle abgesagt werden. Der Investmentbanker bestätigte, dass noch in dieser Woche über den Börsengang entschieden werden sollte. Auch die "Financial Times Deutschland" berichtet über den bevorstehenden Verkauf. Die Zeitung schreibt, der Medienkonzern wolle mehr als drei Milliarden Euro für die Anteile von BC Partners und Apollo bezahlen. Der Preis verstehe sich inklusive der Übernahme von 1,5 Milliarden Euro Schulden, die Unitymedia angehäuft hat.
Erst am Donnerstag hatte
Unitymedia mit einem Gewinn in Höhe von 60,7 Millionen Euro im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres überrascht.
Hayo Lücke
/ Mit Material der dpa