Was den Eizo EV2313W außerdem von anderen Monitoren unterscheidet, ist die Hintergrundbeleuchtung. Anstelle von Leuchtstoffröhren hat der aus Japan stammende Hersteller LEDs hinter den
Thin-Film-Transistoren (TFT) eingesetzt. Diese neuere Methode bringt einige Vorteile. LEDs erreichen durch ihre stärkere Verteilung eine gleichmäßigere Ausleuchtung als die nur zwei- oder mehrfach vorhandenen Leuchtröhren. Im Test mit einem schwarzen Vollbild im abgedunkelten Raum ließ sich dies bestätigen, lediglich oben links am Rand war der Bildschirm ganz minimal heller, im Betrieb erschien das Bild überall gleich hell. Darüber hinaus hat die ältere Technik nur eine begrenzte Lebensdauer, die neue Variante erreicht hingegen einen höheren Kontrast. Zum Thema Farbwiedergabe erwähnt Eizo noch die interne 10-Bit-Look-Up-Tabelle für eine genauere Abstufung von Farben und Gamma-Korrektur gegenüber 8-Bit. Für RGB-Farben können außerdem die Werte Farbsättigung und -intensität extra eingestellt werden.
Ersparnis in Euro
Der EV2313W soll 16 Watt im "typischen" Betrieb verbrauchen, der Maximalwert liegt laut Hersteller bei 32 Watt. Auf ein gesamtes Jahr gerechnet spricht Eizo von einer Ersparnis von 50 Prozent, falls die Lichtanpassung permanent genutzt wird. Wer gerne Zahlen sprechen lässt, kann den
Rechner auf der Eizo Website nutzen. Verglichen mit einem 50-Watt-TFT soll der EV2313W bei einem Preis von 20 Cent pro Kilowattstunde und einem 8-Stunden-Betrieb an 250 Tagen pro Jahr 12 Euro einsparen. Einen Vorgeschmack liefert die grüne Anzeige, die der Eizo TFT unten rechts einblendet (= EcoView Index).
Blickwinkel und Reaktionszeit
Die Anschlüsse auf der Rückseite.
Bild: onlinekosten.de
Um die Anzeige auf 23 Zoll beziehungsweise etwa 51x29 cm sorgen sich 1920x1080 Pixel, die den EV2313W auch das Full
High Definition-Siegel schenken. Als Panel kommt ein TN-Exemplar zum Einsatz, das verglichen mit höherwertigen Typen Farbqualität und Blickwinkelstabilität einbüßt, aber eine kurze Reaktionszeit garantiert. Eizo gibt diese mit vier Millisekunden für einen Wechsel von Grau zu Grau an. Auch wenn umfangreiche Schaltzeiten wie bei einer Farbveränderung von Schwarz zu Weiß und zurück in der Praxis seltener vorkommen, liegt die im Betrieb gemessene Zeit über den Herstellerangaben. In einem Test mit aktuellen 3D-Spielen und einer
Grafikkarte des Typs ATI Radeon HD4850 zeigten sich auch bei 60 Frames pro Sekunde keine Schlieren. Die von Eizo auf 170 Grad horizontal und 160 Grad vertikal bezifferten Blickwinkel erwiesen sich im Praxistest zumindest bei einem stark seitlichen Blick als stabil, sodass auch zu dritt noch ein Video angeschaut werden kann. Blickt man von oben oder unten auf das Bild, verschlechtert sich die Anzeige schneller.
Viel Platz zum Arbeiten.
Screenshot: onlinekosten.de.
Zum Vergrößern anklicken.
Wer zuvor noch nicht mit einem Breitbild-Display gearbeitet hat, wird sich vielleicht zunächst über die Anordnung wundern. Da genügend Platz vorhanden ist, packt der Bildschirm in der Textverarbeitung automatisch zwei Seiten nebeneinander. Für Tab-Junkies, die ihr
Browser-Fenster mit Dutzenden geöffneten Registern zupflastern, verbessert sich die Übersicht, Windows 7 Nutzer profitieren derweil von
Aero Snap und können ganz bequem E-Mail-Client und Browser nebeneinander anzeigen, ohne großartig horizontal scrollen zu müssen.