Die
o2-Strategie, Mobilfunk-Kunden von monatlichen Fixkosten zu befreien und über den Tarif
o2 o nur für das zahlen zu lassen, was sie auch wirklich nutzen, scheint anzukommen. Mit 487.000 neuen Mobilfunk-Kunden konnte der Münchner Konzern das dritte Mal in Folge das stärkste Kundenwachstum unter den deutschen Netzbetreibern verzeichnen. Laut des am Donnerstag vorgelegten Geschäftsberichts wurde die Gesamtkundenzahl im
Mobilfunk-Segment dadurch zum Stichtag Ende September auf 15,40 Millionen gesteigert. Gemessen an der Kundenzahl liegt o2 aber immer noch 3,31 Millionen Kunden hinter
E-Plus zurück.
Viele neue Vertragskunden
Von den 487.000 neu geschalteten
SIM-Karten entfielen 215.000 auf einen Vertragstarif. Insgesamt telefonieren 7,44 Millionen Kunden mit einem Vertragsangebot, 7,96 Millionen nutzen eine Prepaidkarte. 3,3 Millionen SIM-Karten sind über einen Partnertarif
Tchibo Mobil oder
Fonic im o2-Netz registriert. Der durchschnittliche Umsatz pro Monat (ARPU) ging im Jahresvergleich um 9,2 Prozent von 17,30 Euro auf 15,70 Euro zurück. Rechnungen von Vertragskunden weisen im Durchschnitt nur noch einen Betrag in Höhe von 26,10 Euro aus, bei Prepaidkunden sind es 5,95 Euro. Durch mobile Datendienste werden - SMS herausgerechnet - durchschnittlich immerhin 1,73 Euro pro Kunde erwirtschaftet.
Das dritte Quartal 2009 wurde für o2 nicht nur finanziell zum großen Erfolg. Bild: o2
19.000 neue DSL-Kunden
Im
DSL-Geschäft konnte o2 zwischen Juli und September 19.000 neue Anschlüsse schalten und blickt in diesem Geschäftssegment auf eine Basis von 272.335 Kunden. Durch den
Zukauf von Hansenet wird dieser Wert aber schon bald deutlich steigen - vorausgesetzt die Kartellbehörden geben grünes Licht für die Übernahme. Die Zahl der Wholesale-Kunden legte im dritten Quartal um 41.000 auf knapp 1,57 Millionen zu.
Der Umsatz kletterte von 915,0 Millionen Euro im dritten Quartal 2008 auf 965,7 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsquartal. Das war - auch getrieben durch Hardwareverkäufe - der bislang höchste Quartalsumsatz in der Unternehmensgeschichte. Im Mobilfunk-Geschäft wurde im Jahresvergleich etwas weniger Geld eingenommen: 729,1 Millionen Euro statt 731,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis legte um 22,4 Prozent auf 234,9 Millionen Euro zu, die Investitionen wurden um knapp 27 Prozent auf 191,6 Millionen Euro reduziert. Seit Jahresbeginn hat o2 nach eigenen Angaben deutschlandweit knapp 3.500 zusätzliche Basisstationen errichtet.