Deutsche Sportfans müssen sich auf Änderungen in der TV-Landschaft gefasst machen. Die Constantin Medien AG wird ihren Sender Deutsches Sportfernsehen (DSF) begraben und unter neuem Namen wieder aufleben lassen. Künftig wird der TV-Kanal den gleichen Namen tragen wie das zugehörige
Internet-Portal: Sport1. Das wurde am Dienstagabend in Ismaning bekannt gegeben, ohne einen konkreten Termin zu nennen.
Ende für Strip-Call-in
Mit der Einmarkenstrategie werde dem Zusammenwachsen der Online- und TV-Märkte Rechnung getragen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Ziel sei es, die TV-Marktanteile zu steigern und die starke Position des Portals
sport1.de zu sichern. Logo und Claim sollen in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Gefeilt werde auch an einer Imageverbesserung. Zu diesem Zweck werde unter anderem die Erotik-Call-in-Schine am Abend um 23 Uhr gestrichen.
Künftig soll deutlich stärker der Sport im Fokus stehen. Im Jahr 2010 werde durch den Erwerb an Ausstrahlungsrechten - unter anderem für die Handball- und Basketball Bundesliga – mehr als 1.100 Stunden Live-Sport ausgestrahlt. Das entspreche einer Steigerung von mehr als zehn Prozent gegenüber diesem Jahr.
Ferner werde das Nachrichten-Angebot ausgebaut – insbesondere durch neue Formate und die Fokussierung auf Fußball. Neue Motormagazine, Dokumentationsreihen und Sport-Entertainment-Formate sollen insbesondere die Kernzielgruppe der Männer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren ansprechen.
42 Arbeitsplätze fallen weg
Parallel zu den Programmänderungen wird allerdings auch ein Programm für Kosteneinsparungen und zur Effizienzsteigerung auf den Weg gebracht. Es hat zur Folge, dass 42 Arbeitsplätze abgebaut und 2010 rund sieben Millionen Euro eingespart werden. Für die betroffen Arbeitnehmer sei eine sozialverträgliche Lösung realisiert worden, heißt es seitens der Constantin Medien AG.
Hayo Lücke