Dienstag, 10.11.2009 18:01

Beck: Gebühren für Internetangebote denkbar

aus dem Bereich Sonstiges
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, über Gebühren für Angebote im Internet nachzudenken. "Journalistische und verlegerische Arbeit ist auch im Netz etwas wert. Wir müssen uns darauf einstellen, wie das einer darauf nicht eingestellten Kundschaft vermittelt werden kann", sagte der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder am Dienstag beim Mainzer Mediendisput.

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Staatliche Unterstützung

Beck zeigte sich auch offen für Überlegungen, Qualitätsjournalismus mit staatlicher Unterstützung zu sichern. "Ich würde nichts von all dem einfach vom Tisch wischen", kommentierte er entsprechende Maßnahmen anderer Länder - etwa Medienfonds oder die kostenlose Verteilung von Zeitungen an junge Leser in Frankreich. "Wir müssen darüber reden, aber nicht mit verdeckten Karten", sagte Beck und warb für einen "offenen Diskurs" aller Beteiligten.

Die Suche nach Qualität und Unabhängigkeit in Zeiten zunehmender Konkurrenz aus dem Internet und rigider Sparpolitik stand am Dienstag im Mittelpunkt des Medienkongresses. Bei der Tagung mit dem Motto "Schweigen, Lügen und Vertuschen - wenn die Wahrheit nicht mehr öffentlich wird" lieferten Vertreter aller Mediengattungen vor allem düstere Zustandsbeschreibungen und Zukunftsszenarien.

Beck: Veränderungen als Chance begreifen

Beck sprach sich dafür aus, die "tiefgreifenden Veränderungen der medialen Welt" als Chance zu sehen. "Natürlich wird mit den neuen Möglichkeiten viel Halbwissen, Unwissen und Unfug verbreitet. Aber bei solch großen Dingen sollten die Chancen im Vordergrund stehen, auch die Chancen für wirtschaftlichen Gewinn und Arbeitsplätze." Das Internet erfordere ein Festhalten am Qualitätsjournalismus als "Leitfaden durch die Informationswelt" nach "kritischer Aufbereitung". Deshalb dürfe auf gute Ausbildung, faire Entlohnung und Arbeitsbedingungen sowie Zeit für Recherche auch künftig nicht verzichtet werden. Man dürfe nicht versuchen, überhöhte Renditeerwartungen mit immer seichteren Inhalten zu erfüllen, warnte er.
Jörg Schamberg / dpa
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 Der kerl tickt doch nicht mehr ganz sauber! (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Rangierdraht am 10.11.2009 um 19:35 Uhr
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