Dienstag, 10.11.2009 16:36

Astra: HDTV als neue lukrative Einnahmequelle

aus dem Bereich Sonstiges
Das Fernsehen der Zukunft ist hochauflösend und in bester digitaler Qualität empfangbar. Zumindest wenn es nach den Vorstellungen des Satellitennetzbetreibers SES Astra geht. Diese Zukunft hat für das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg bereits begonnen. Anfang November sind kostenpflichtige HD-Kanäle von RTL und VOX über die Astra-Plattform HD+ an den Start gegangen. Im Januar des kommenden Jahres folgen ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins mit hochauflösendem Fernsehen. ARD und ZDF starten ihr HD-Programm - unverschlüsselt - mit der Übertragung der Olympischen Winterspiele in Vancouver im Februar 2010. Dabei soll es nicht bleiben.

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Vier neue Astra-Satelliten

"Wir sind mit einer Reihe von Sendern in Gesprächen. Wir erwarten noch in diesem Jahr weitere Abschlüsse", so Astra-Chef Ferdinand Kayser gegenüber dem "Handelsblatt". Laut Branchenkennern spreche Astra derzeit mit den Sendern Tele 5, Das Vierte, MTV und DSF. Eine offizielle Bestätigung von Astra gibt es dazu jedoch nicht. Astra will seine Satelliten-Kapazitäten laut Kayser mit vier weiteren Satelliten im Auftragswert von über einer halben Milliarde Euro ausbauen. Die Nachfrage nach digitalen Kapazitäten steige, alleine der britische Pay-TV-Sender BSkyB nutze schon heute 32 HD-Kanäle.


Die HDTV-Plattform HD+ soll Astras Kasse klingeln lassen. Screenshot: onlinekosten.de
HDTV nur im Abonnement

Neben der Vermietung von Satelliten-Transpondern eröffnet sich durch HDTV eine weitere Einnahmequelle. Fernsehzuschauer, die über Astra Zugang zur neuen HDTV-Welt haben wollen, müssen dafür erstmals direkt Abonnementsgebühren an Astra zahlen. Das Unternehmen berechnet hierfür 50 Euro im Jahr. Benötigt wird zudem eine neue Set-Top-Box und eine Smartcard. Die ablehnenden Reaktionen zahlreicher Fernsehzuschauer, auch im Forum von onlinekosten.de, übergeht der Astra-Chef dabei. "Unsere Marktforschung hat gezeigt, dass die Menschen durchaus bereit sind, diesen Betrag auszugeben", so Kayser. Von der HD+-Plattform profitieren aber auch die privaten Fernsehsender. Die Verschlüsselung der HD-Sender bietet einen Kopierschutz, Werbung lässt sich beim Aufnehmen nicht mehr ausblenden.
Jörg Schamberg
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