Der britische Mobilfunkkonzern
Vodafone weitet auch nach einem starken Quartal sein Sparprogramm aus. Bis 2012 solle eine weitere Milliarde Pfund (rund 1,11 Milliarden Euro) eingespart werden, sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao am Dienstag in London. Das aktuelle Sparprogramm von einer Milliarden Pfund werde bereits in diesem Jahr erfüllt, ursprünglich sollte es bis 2010 laufen. Mit dem Geld will Vodafone weitere Investitionen vornehmen, aber auch die Inflation und den Umsatzrückgang vor allem in Europa auffangen.
Mehr Umsatz, mehr Gewinn
In dem Ende September abgeschlossenen ersten Halbjahr des Geschäftsjahres steigerte Vodafone den Umsatz um 9,3 Prozent auf 21,8 Milliarden Pfund. Der bereinigte operative Gewinn stieg auf 5,9 Milliarden Pfund. Dabei profitierte Vodafone erneut vor allem von seinem Geschäft außerhalb Europas. Der Mobilfunkkonzern ist vor allem in Afrika, aber auch in Asien und dem Nahen Osten breit aufgestellt. Das deutsche Geschäft steuerte 3,9 Milliarden Pfund zum Umsatz und 880 Millionen Pfund zum bereinigten operativen Gewinn bei.
Weniger Mobilfunk-Kunden, mehr DSL-Nutzer
In Deutschland ging die Zahl der
Mobilfunk-Kunden das vierte Quartal in Folge zurück. Zwischen Juli und September aufgrund des Ausbuchens inaktiver Prepaid-Karten um 146.000 auf nun 34,77 Millionen. Davon nutzen 53,4 Prozent eine
Prepaid-Karte. Insgesamt telefonierten die deutschen Kunden im abgelaufenen Quartal 11,54 Milliarden Minuten mit ihrem Handy. Damit ist das Verbindungsvolumen gegenüber dem Vorquartal leicht rückläufig, liegt aber in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) legte hingegen überraschend zu. Durchschnittlich konnte Vodafone im dritten Jahresquartal 15,90 Euro pro Kunde erwirtschaften. Während der ARPU der Vertragskunden mit 28,90 Euro stabil blieb, legte der ARPU von Prepaid-Kunden auf einen durchschnittlichen Monatserlös in Höhe von 4,60 Euro zu. Das sind allerdings noch immer die niedrigsten Werte aller EU-Länder, in denen Vodafone aktiv ist.
Gesteigert wurde hierzulande die Zahl der
DSL-Kunden. Sie lang Ende September bei knapp 3,28 Millionen. Hinzu kommen 241.000 Wholesale-Kunden. Die Zahl der direkten DSL-Kunden legte um 129.000 zu, rechnet man auch Wholesale-Neukunden hinzu stieg die Anzahl der Breitband-Kunden sogar um 202.000.