Freitag, 06.11.2009 16:15

Skype-Gründer kaufen Teil ihrer Software zurück

aus dem Bereich VoIP
Nach wochenlangem Streit und einer eingereichten Klage kann der milliardenschwere Verkauf der VoIP-Firma Skype nun doch in Angriff genommen werden. Die Skype-Muttergesellschaft eBay gab in einer Unternehmensmeldung bekannt, man habe sich mit den Gründern der Telefonie-Software, Niklas Zennström und Janus Friis, außergerichtlich einigen können.

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Ein Streit geht zu Ende

Erst Anfang September hatte eBay bekanntgegeben, 65 Prozent von Skype für rund 1,9 Milliarden Dollar in bar an eine Gruppe rund um den Internet-Pionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen zu verkaufen. Zennström und Friis schmeckte das gar nicht und sie versuchten, über ihre Firma Joltid den Verkauf gerichtlich verbieten zu lassen. Nun wurde eine Vereinbarung getroffen, die dazu führt, dass einerseits verschiedene Software-Lizenzen und für den Skype-Dienst unverzichtbare Protokolle von Joltid in den Besitz von eBay übergehen. Ferner werden Zennström und Friis zusammen mit Joltid Teil der Investorengruppe.

Verkauf soll noch 2009 abgeschlossen werden

Skype Logo

In diesem Zusammenhang investieren die beiden Manager eine nicht näher genannte Summe und erhalten dafür einen Anteil an Skype in Höhe von 14 Prozent. Die Investorengruppe wird 56 Prozent der Skype-Anteile halten, eBay die verbleibenden 30 Prozent. Damit profitieren die neuen Besitzer auch vom Fachwissen der beiden Gründer, um die Software in Zukunft weiterzuentwickeln. Der Verkauf von Skype soll unter den neuen Voraussetzungen im Laufe des vierten Quartals 2009 abgeschlossen werden.

"Damit ist Skype gut aufgestellt, um sich unter neuen Eigentümern samt Besitz und Kontrolle über das Herzstück der eigenen Technologie weiterzuentwickeln", sagt eBay-Chef John Donahoe.
Hayo Lücke
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