Getrieben durch den exklusiven Vertrieb des runderneuerten
iPhone 3G S von Apple bekommt
T-Mobile im deutschen Geschäft wieder Boden unter die Füße. Nachdem das erste Quartal noch mit einem Minus von 118.000 aktiven SIM-Karten abgeschlossen wurde und im zweiten Quartal 119.000 SIM-Karten hinzukamen, hat die
Mobilfunk-Tochter der
Deutschen Telekom im dritten Quartal 227.000 neue Kunden an ihr Netz anschließen können. Insgesamt stieg damit die Zahl der deutschen Teilnehmer auf 39,33 Millionen. Rund 17,1 Millionen (44 Prozent) davon nutzen einen Vertragstarif.
Kundenverlust in den USA
Weniger gut lief es in den USA und in Österreich. Hier verlor T-Mobile 77.000 beziehungsweise 15.000 Kunden und kann nur noch auf 33,42 respektive 3,39 Millionen Kunden blicken. In den Vereinigten Staaten will T-Mobile den Kundenschwund durch den raschen Aufbau eines
UMTS-Netzes stoppen. Ende September konnten bereits 170 Millionen US-Einwohner an ihrem Wohnort auf 3G-Dienste zugreifen. Zum Jahresende sollen es 200 Millionen Menschen sein.
Starke Zahlen aus Griechenland und Rumänien
Kundenverluste mussten darüber hinaus in Ungarn (-49.000 auf 5,21 Millionen) und in der Slowakei (-22.000 auf 2,30 Millionen) verkraftet werden. In Polen legte die Kundenzahl um 73.000 auf 13,48 Millionen zu, in den Niederlanden waren zum Stichtag Ende September 5,47 Millionen SIM-Karten geschaltet (+51.000), in Tschechien 5,46 Millionen (+25.000) und in Großbritannien 16,61 Millionen (+20.000). Noch erfolgreicher lief es in Griechenland und Rumänien, wo ein Kundenplus von 271.000 beziehungsweise 269.000 auf 9,06 Millionen respektive 6,60 Millionen Nutzer erreicht wurde.
Umsatztechnisch konnte T-Mobile in Deutschland 2,11 Milliarden Euro erwirtschaften und damit 1,4 Prozent mehr als im dritten Quartal 2008. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel allerdings um 4,6 Prozent auf 920 Millionen Euro. Im wichtigen US-Geschäft stiegen die Erlöse um 2,8 Prozent auf 3,76 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um 4,9 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb in den USA ein Gewinn von 595 Millionen Euro und damit 4,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.