Die
Deutsche Telekom musste im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Dämpfer im
DSL-Neukundengeschäft einstecken. Der Marktführer unter den deutschen
DSL-Anbietern konnte netto nur 72.000 neue
Breitband-Anschlüsse schalten und die Gesamtzahl der in Eigenregie betriebenen DSL-Zugänge so auf 11,30 Millionen steigern. Zum Vergleich: im dritten Quartal des vergangenen Jahres wurden noch 344.000 neue
DSL-Anschlüsse geschaltet, im Vorquartal immerhin noch 245.000.
T-Home Entertain im Trend
Begründet wird die schwache Entwicklung damit, dass im Juli und August viele Verträge aus der Vermarktung von Komplettpaketen nach zwei Jahren ausliefen. Der Netto-Neukundenmarktanteil sackte dadurch im dritten Quartal auf 18 Prozent ab, liegt aber auf Neun-Monats-Basis mit 46 Prozent weiter auf dem Niveau des Zielwertes für das Gesamtjahr von mindestens 45 Prozent. Positiv entwickelt sich die Zahl der geschalteten
T-Home Entertain Pakete. Sie legte um 164.000 auf 885.000 zu. Damit ist die Telekom auf Kurs, ihr Jahresziel von einer Millionen
IPTV-Anschlüssen zu erreichen.
Die Telekom Zentrale in Bonn.
Bild: Deutsche Telekom
Weiter stark rückläufig ist die Zahl der DSL-Resale-Kunden. Sie sank im Zeitraum zwischen Juli und September um 200.000 auf 1,75 Millionen. Parallel dazu wurden von Wettbewerbern der Telekom 172.000 neue
Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) angemietet. Ende September waren somit 8,91 Millionen TAL geschaltet. Hinzu kamen 92.000 neue All-IP-Anschlüsse für Wettbewerber, deren Zahl auf 517.000 kletterte.
Schwund bei Festnetzanschlüssen geht weiter
Nicht zu stoppen sind zudem die Anschlussverluste im klassischen Festnetz-Geschäft. Hier musste die Deutsche Telekom im dritten Quartal ein Minus von 573.000 Anschlüssen hinnehmen. Das waren noch einmal 8.000 mehr als im dritten Quartal 2008. Im Jahresvergleich ging die Zahl der Festnetz-Kunden um 2,33 Millionen auf 26,65 Millionen zurück.