Kein Manager kommuniziert gerne einen Millionenverlust.
Nokia musste genau das bei den jüngsten Quartalszahlen tun und zieht nun die Reißleine beim Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks.
Massiver Stellenabbau
Im dritten Quartal musste Nokia eine
Abschreibung in Höhe von 908 Millionen Euro auf Nokia Siemens Netzworks verkraften. Das drückte das Konzern-Ergebnis deutlich ins Minus. Im operativen Geschäft machte der Handy-Weltmarktführer einen Verlust ist Höhe von 426 Millionen Euro. Um das verlustreiche Geschäft in den Griff zu bekommen, sollen nun mehrere tausend Arbeitsplätze im Netzwerk-Geschäft abgebaut werden.
In Helsinki kündigte Nokia am Dienstag an, sieben bis neun Prozent der derzeit 64.000 Beschäftigten des Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens zu streichen. Bis Ende 2011 will man so Kosten von 550 Millionen Euro einsparen. Mit dem Stellenabbau einher geht eine Neuorganisation des Betriebs, um zu einem gesunden Wachstum zurückzukehren.
Hayo Lücke