In Nordrhein-Westfalen läutet der Kabelnetzbetreiber
Unitymedia ab sofort eine neue Ära für seine Kunden ein. Erstmals durchbricht der
Provider mit dem
Internetzugang per
Kabel die Marke von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) für Privatkunden. Unitymedia stattet sein neues Produkt sogar gleich mit bis zu 120 Mbit/s im Downstream aus. An den Start geht das Highspeed-Angebot zunächst in drei Städten.
2play und 3play-Variante
Neu- und Bestandskunden von Unitymedia in Köln, Bergisch-Gladbach und Aachen gehören zu den ersten, die das neue Paket buchen können. Die hohe Bandbreite steht in zwei Tarif-Varianten zur Verfügung: als
2play 120.000 sowie als
3play 120.000. Ein Download einer Standard-DVD (4,7 Gigabyte) benötigt nach Unitymedia-Angaben nur fünf Minuten. Der Upload von Daten erfolgt mit bis zu fünf Mbit/s.
Und der Preis? Unitymedia verlangt sowohl für die 2play Doppel-Flat mit schnellem Internetzugang und kostenlosen Gesprächen in das deutsche Festnetz als auch für das 3play-Paket mit zusätzlichem digitalen Fernsehangebot jeweils 80 Euro monatlich. Das ist sicherlich kein Schnäppchenpreis. Kabel BW verlangt zum Vergleich für CleverKabel 100 in Baden-Württemberg lediglich 49,90 Euro monatlich. Unitymedia mit Sitz in Köln positioniert
2play 120.000 und
3play 120.000 nach Angaben eines Unternehmenssprechers aber ganz bewusst als Premiumprodukt.
120 Mbit/s: Eine DVD in fünf Minuten herunterladen. Bild: Unitymedia.
Kostenloser WLAN-Router
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt wie bei den anderen Unitymedia-Tarifen auch zwölf Monate. Der Kabelnetzbetreiber stellt den Kunden während der gesamten Vertragslaufzeit die kostenlose Hardware in Form eines Kabelmodems und eines
WLAN-Routers mit
n-Standard. Die üblichen Zusatzoptionen wie International Flat, Spar International oder Telefon Plus mit einer zweiten Telefonleitung lassen sich auch zum neuen Angebot hinzubuchen. Ein Verfügbarkeitscheck auf der
Unitymedia-Website zeigt an, ob der Tarif mit 120 Mbit/s auch an der eigenen Adresse buchbar ist. Zunächst bestehende technische Probleme bei der Verfügbarkeitsabfrage hat der Kabelnetzbetreiber inzwischen gelöst. Der Ausbau in weiteren Städten ist geplant, doch das Unternehmen möchte zunächst die ersten Erfahrungen mit dem neuen Produkt abwarten.