Ob dieser so existiert, wird aber nicht überprüft. Eine Eingabe von Personalausweisnummer, Betriebsnummer oder Gewerbeschein wird nicht verlangt. Nach der Anmeldung erhält jeder Arbeitgeber eine persönliche Identifikationsnummer von der BA.
Betrüger haben's einfach
Diese reicht nach SZ-Recherchen bereits aus, um Teile der Bewerberdaten in personalisierter Form einzusehen oder Stellenangebote in das Portal einzustellen. In einem Test der Zeitung konnten so problemlos 13 Bewerbermappen erlangt werden. Weitere Schwachstelle des Systems: Die Unternehmensdaten lassen sich jederzeit online ändern. Potentielle Betrüger können ihre Identität so immer wieder neu generieren - ohne aufzufallen. Schaar fordert daher die schnelle Schließung der Sicherheitslücke. Unternehmen dürften nur bei der Jobbörse einsteigen, wenn ihre Arbeitgebereigenschaft unzweifelhaft geklärt sei und es keinerlei Hinweis dafür gäbe, dass hier nur zum Schein nach Arbeitskräften gesucht werde, sagte der oberste Datenschützer der SZ.
Die BA hingegen gibt sich vorerst uneinsichtig. "Im Hinblick auf die Engpässe am Arbeitsmarkt wollte die BA eine Erhöhung der Einstiegsbarrieren für die Jobbörse vermeiden", ließ die Arbeitsagentur verlauten. Es gäbe bereits tägliche Stichproben. Auch gehe eine Arbeitsgruppe gemeldeten Missbrauchsfällen nach. Ob das ausreicht, darf allerdings bezweifelt werden. Schließlich sind nicht alle schwarzen Schafe daran zu erkennen, dass sie
die Daten von Bewerbern über eBay verkaufen, wie unlängst geschehen.
Christian Wolf