Bereits im Frühjahr
hallten die Totenglocken durchs Web und nun ist es soweit: Die Netzgemeinde nimmt Abschied von einem Urgestein des
Internets. "GeoCities schließt zum 26. Oktober", heißt es lapidar auf der
Webseite des Dienstes, "neue Konten sind nicht mehr erhältlich." So leise stirbt ein Saurier.
Pionier des Web 2.0
GeoCities war einer der ersten Homepage-Dienste im
Internet, als
Webspace noch kostbar und nicht überall zum Nulltarif erhältlich war. Seiner Zeit voraus, setzte der Service frühzeitig auf
Community und Mitmachen und gilt somit zugleich als Pionier des Web 2.0.
1994 war GeoCities einer der ersten
Webhoster im Netz – und bald auch einer der größten. Hier konnten sich die frühen Hobby-Webdesigner ihre
eigene Homepage erstellen – kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr bei höherem Speicherbedarf. Nachteil: Nutzer mussten mit Werbeeinblendungen leben. Und schon damals brandeten Debatten um Missbrauch der Meinungsfreiheit durch unkontrollierte
Website-Geschwüre auf.