Dienstag, 27.10.2009 19:16

Online-Videos boomen in Deutschland

aus dem Bereich Sonstiges
Das Internet macht dem Fernsehen zunehmend Konkurrenz. Gerade bei Jugendlichen lösen Online-Videoportale das Fernsehen ab. Das US-Unternehmen comScore untersucht regelmäßig den deutschen Online-Video-Markt. Im August dieses Jahres haben demnach 36 Millionen Internetsurfer in Deutschland mehr als sechs Milliarden Videos online abgerufen. Dies sind 38 Prozent mehr als im Herbst des vergangenen Jahres als nur knapp 26 Millionen Internetnutzer auf Internet-Videos zugriffen.

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YouTube dominiert den Markt

Als führender Anbieter behauptet sich weiterhin Google mit seiner populären YouTube-Plattform. Der US-Konzern konnte mit über 24,1 Millionen Einzelzugriffen ein Wachstum um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Auf Platz zwei folgt die Universal Music Group mit 10,6 Millionen Nutzern und einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Videoportale der TV-Sendergruppen ProSiebenSat1 und RTL zogen im August 10,6 beziehungsweise 5,6 Millionen deutsche Internetsurfer an. Besonders großes Wachstum erzielte die Deutsche Telekom, die die Zahl der Nutzer von Online-Videos innerhalb eines Jahres um 495 Prozent auf knapp drei Millionen erhöhen konnte.

Junge Männer nutzen Online-Videos am intensivsten

Durchschnittlich schaute ein deutscher Internetnutzer im August 178 Videos an. Über die Seiten von Google wurden 2,8 Milliarden der insgesamt knapp 6,4 Milliarden Videos angeschaut. Damit dominiert YouTube mit einem Anteil von 43,3 Prozent eindeutig bei der Zahl der abgerufenen Videos. Weit abgeschlagen erreicht ProSiebenSat1 mit rund 164.000 abgerufenen Videos nur einen Anteil von 2,6 Prozent. RTL kommt sogar nur auf 1,3 Prozent.

Für Online-Videos begeistern sich laut comScore insbesondere Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren. Vertreter dieser Altersgruppe schauten im August insgesamt 24 Stunden Online-Videos. Die Länge der Internet-Clips legte ebenfalls leicht zu. Die durchschnittliche Dauer betrug im August mit 5,3 Minuten 23 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
Jörg Schamberg
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