Der Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland kommt voran. Dabei rückt die schnelle
VDSL-Technologie in den Fokus der Ausbaubemühungen. Seit dem Frühjahr baut der regionale
Internetanbieter M-net an einem Glasfasernetz für München mit 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Mitte Oktober gab M-net Planungen für
VDSL im fränkischen Erlangen bekannt. Und auch im Allgäu startet
M-net jetzt ein erstes VDSL-Projekt.
VDSL hält Einzug in Kempten
Bereits Mitte des kommenden Jahres sollen die Bewohner der Hochschulstadt Kempten von dem künftigen Hochgeschwindigkeits-
Internetzugang profitieren. In Kooperation mit dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW) wird das Gewerbegebiet Kempten-Ursulasried sowie der Stadtteil Leubas mit etwa 600 Haushalten an das Breitbandnetz angeschlossen. Die Investitionen sollen bei rund 300.000 Euro liegen. Der Ausbau wird sich ab Mitte 2010 für die dortigen Bewohner rentieren: M-net stellt dann Internetzugänge mit einer Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s bereit und macht den
DSL-Notstandsgebiete in Kempten ein Ende. Insbesondere das dortige Gewerbegebiet erhält nach Unternehmensangaben einen Wettbewerbsvorteil durch die Erschließung mit schnellen Breitbandzugängen. .
M-net plant weitere VDSL-Projekte im Allgäu
Schon in Kürze beginnen die erforderlichen, umfangreichen Tiefbaumaßnahmen, mehrere Kilometer Glasfaserkabel werden von AÜW verlegt. M-net wird die Leitungen anschließend mieten und damit acht Kabelverzweiger erschließen. Verbraucher können nach Fertigstellung des VDSL-Netzes auf breitbandintensive Dienste wie
Video-on-Demand zugreifen. Der VDSL-Startschuss in Kempten soll für M-net nur ein erster Schritt sein, weitere solcher Projekte im Allgäu sollen folgen. Anderen Wettbewerbern - z. B.
Vodafone VDSL,
1und1 VDSL,
Alice VDSL oder
o2 VDSL - möchte M-net dabei einen diskriminierungsfreien Zugang zu seinem Hochgeschwindigkeitsnetz gewähren.