In Frankfurt am Main treffen sich derzeit wieder Verleger, Autoren und Leseratten auf der weltgrößten Buchmesse. Dort verkündete der Internetkonzern Google laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) nun seinen Einstieg in den
wachsenden Markt der E-Books.
Online-Shop für E-Books
Google will im ersten Halbjahr des kommenden Jahres einen Online-Shop für E-Books eröffnen. In Zusammenarbeit mit Verlagen sollen dort rund 500.000 aktuelle Bücher digital angeboten werden. Die elektronischen Bücher sollen dabei aber nicht nur über Google selbst, sondern auch bei anderen Online-Buchhändlern wie
Amazon oder Barnesandnoble.com erhältlich sein. Bislang bietet Google unter seiner
umstrittenen Büchersuche nur ältere Bücher an, die der Konzern selber digitalisiert hat.
Kein eigenes E-Book-Lesegerät von Google
Nach Google Bücher kommt 2010 ein Online-Shop für E-Books.
Screenshot: onlinekosten.de.
Das noch relativ junge Geschäft mit elektronischen Büchern wird noch vom Online-Buchhändler Amazon dominiert. Sein
Lesegerät Kindle ist auch in Deutschland erhältlich. Einen eigenen E-Book-Reader strebe Google aber nicht an. "Wir sind nicht an einem bestimmten E-Reader oder irgendeiner Art von Lesegerät interessiert", so Tom Turvey, Google-Direktor für strategische Partnerschaften.
Nach Schätzungen des Online-Marktforschungsunternehmens Forrester sollen in diesem Jahr bereits rund drei Millionen E-Books verkauft werden. Im vergangenen Jahr waren es erst rund eine Million elektronischer Bücher. Insbesondere niedrigere Preise und eine größere Auswahl sorge für die zunehmende Popularität des digitalen Lesestoffs.