Das Berliner Unternehmen txtr GmbH wird zum Weihnachtsgeschäft mit einem eigenen E-Book-Lesegerät, dem txtr Reader, gegen den
Amazon Kindle und andere Wettbewerber antreten. Das Lesegerät wird vom 1. Dezember an für 319 Euro verkauft, teilte das Unternehmen am Mittwoch auf der Buchmesse in Frankfurt mit.
20.000 E-Books im txtr Store
Über eine
Mobilfunk-Verbindung, die bei einem Jahresvertrag zwölf Euro im Monat kostet, kann das Gerät mit dem "txtr Net" verbunden werden, über das Buchtitel in einem Online-Shop eingekauft, aber auch Inhalte aus dem
Internet synchronisiert werden können. Das Lesegerät kann zudem via USB oder
WLAN mit Inhalten bestückt werden.
Während der Amazon Kindle zunächst nur mit englischsprachigen Buchtiteln auf den deutschen Markt kommt, hat txtr auch Partnerschaften mit Verlagsgruppen wie Holtzbrinck und Random House vereinbart. Jeder Besitzer eines txtr Readers könne bereits von Beginn an aus über 20.000 E-Books im txtr Store wählen, teilte das Unternehmen weiter mit. Zusammen mit den von der Gemeinschaft der Anwender hochgeladenen Texten und den deutschen und englischen E-Books von Projekten wie Gutenberg oder Manualsmania habe der Nutzer damit Zugriff auf etwa eine Million freie digitale Dokumente.
Display-Technologie E-Ink
Neben Amazon und txtr buhlen weitere Hersteller von Lesegeräten für E-Books um die Gunst der Leser. So wird der
Sony Reader über die Filialen der Buchhandelskette Thalia in Kooperation mit dem Buchhandels-Grossisten Libri vertrieben. Amazon, Sony und txtr setzen alle auf die Display-Technologie E-Ink, die vergleichsweise wenig Strom verbraucht und auch bei hellem Umgebungslicht ein gut lesbares Schriftbild liefert. E-Ink ist derzeit aber auf 16 Graustufen limitiert und kann keine Farbbilder darstellen.