Zum Schluss noch all jene Punkte, die uns am Pre und am neuen webOS wirklich außerordentlich gut gefallen haben. Zunächst sticht das sehr scharfe, farbenfrohe und perfekt ausgeleuchtete Display ins Auge. Dann wäre da das E-Mail-Programm, das wirklich leichter nicht einzurichten wäre - Adresse und Passwort eingeben, kurz warten, fertig. Schon ist das Pre bereit für digitalen Postverkehr. Ähnlich eingängig zeigt sich der Browser.
Websites sind nach kurzer Wartezeit schnell geladen und werden korrekt angezeigt - dank Multitouch ist das Zoomen kinderleicht. Nur Flash unterstützt der webOS-Browser nicht, doch das ist noch lange kein Standard bei Smartphones.
Kabellos synchronisieren
Auch der Kalender hinterlässt einen guten Eindruck, erinnert den Nutzer optional durch eine Info am unteren Bildschirmrand an bevorstehende Termine und synchronisiert sich auf Wunsch vollautomatisch, beispielsweise mit Google. So klappte auch der Abgleich der Kontakte über eine Google-Mailadresse problemlos, ohne Murren und vor allem ohne Kabel.
Fazit: Viel Licht, viel Schatten
Das Palm Pre ist ein wirklich gutes Smartphone, so viel ist sicher. Das neue Betriebssystem webOS spielt konzeptionell in einer Liga mit iPhone OS, Google Android und Windows Mobile - für eine komplette Neuentwicklung eine beachtliche Leistung. Leider enttäuscht Palm bei der Verarbeitung des Gerätes. Das Pre ist ein Stück Plastik, das keine Emotionen weckt. Da kann die vollwertige Tastatur auch noch so gut sein.
Gut, aber nicht perfekt.
Bild: onlinekosten.de
Zum Vergleich: Apple verbaut beim iPhone echtes Mineralglas, ebenso Metall an Außengehäuse und Knöpfen. Beim Berühren wird dadurch eine außergewöhnlich hohe Wertigkeit vermittelt. Palm hingegen setzt voll auf Plastik. Entsprechend knarzt und knackt es, sobald man Druck auf die Außenschale ausübt.
Doch all den Negativpunkten zum Trotz: Palm hat gute Arbeit geleistet und liefert ein neuartiges Softwarekonzept, das im Alltag überzeugen kann. Dadurch wird das Pre mit Sicherheit seine Fans finden, wenngleich aber (leider) nicht in einer Liga mit dem iPhone spielen. Medienhype hin oder her.

| Name: |
Palm Pre |
| Hersteller: |
Palm |
| Internet: |
http://www.palm.com |
| Preis: |
circa 481 Euro (exklusiv bei o2) |
| Technische Daten |
| Abmessungen: |
100,5 mm x 59,5 mm x 16,95 mm |
| Gewicht: |
135 Gramm |
| Display: |
3,1-Zoll Touchscreen-Display mit HVGA-Auflösung (320 x 480 Pixel) |
| Prozessor: |
Texas Instruments OMAP3430 600 MHz |
| Speicher: |
256 MB RAM |
| Betriebssystem: |
Palm webOS |
| Navigationssoftware: |
Google Maps |
| Besonderheiten: |
AGPS-Chip integriert, 3-Megapixel-Kamera mit Blitz, WLAN, UMTS, EDGE, HSPDA/HSUPA, Bluetooth 2.0, G-Sensor, Push-Mail, vollwertige QWERTZ-Tastatur |
| Lieferumfang: |
Ladegerät, Stereo-Headset, Tasche, Datenkabel |
| Anschlüsse: |
Micro-USB, 3,5 mm Klinke |
| Pro & Contra |
neuartige Gestensteuerung
tolles Konzept
Multitouch
vollwertige Tastatur
guter Browser
scharfes Display
Konnektivität (UMTS, HSDPA etc.)
GPS-Modul
zahlreiche Sensoren
3-Megapixel-Kamera mit Blitz (!)
|
billige Wertanmutung
unzeitgemäße Verarbeitung
Telefonpartner klingt blechern
schwacher Akku
keine Videofunktion
nervige Ladebuchse
Gerät bei PC-Sync nicht nutzbar
unausgereifter App Catalog
keine Software-Tastatur
langes Booten
|
| Bewertung: |
| Display (20%): |
sehr gut |
| Ausstattung (20%): |
gut |
| Akkulaufzeit (30%): |
befriedigend |
| Bedienung (30%): |
befriedigend |
| Preis-Leistung: |
gut |
| Gesamtnote |
gut (2,4) |