Die Stadt Erlangen hat seit Jahren mit einer
DSL-Unterversorgung zu kämpfen. Die westlichen Stadtteile mussten größtenteils auf schnelles
Internet verzichten. Dies wollen die Erlanger Stadtwerke in Kooperation mit dem
bayerischen Carrier M-Net jetzt ändern - und planen schnelle
VDSL-Verbindungen.
Von null auf 50
In insgesamt acht Stadtteilen Erlangens werden schon in der Mitte des kommenden Jahres Bits und Bytes über Glasfaserkabel ganz nah zum Endkunden transportiert - VDSL machts möglich. Die erforderlichen Baumaßnahmen haben in diesen Tagen begonnen, neue Kabel und Verteilerkästen werden verbaut. Der Breitbandausbau erstreckt sich über die Stadtteile Dechsendorf, Kosbach, Steudach, Häusling, Neuses, Frauenaurach, Kriegenbrunn und Hüttendorf. Diese machen nach Angaben der Stadt rund zehn Prozent aller Haushalte Erlangens aus.
Um hohe Bandbreiten mit VDSL realisieren zu können, müssen rund 15 Kilometer Glasfaserkabel unter die Erde gebracht werden. Außerdem sind neue Kabelverzweiger nötig - insgesamt 35.
M-Net investiert nach eigenen Angaben fast 500.000 Euro in VDSL-Hardware. Ab Mitte 2010 sollen den Kunden dann Datenraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde bereitgestellt werden.
Vorbild für Franken
Der VDSL-Ausbau in Erlangen ist für M-Net der Startschuss für weitere mögliche Erschließungsmaßnahmen in der Region Franken, speziell dem Stadtgebiet Erlangen und der Metropolregion Nürnberg. Konkrete Pläne nannte M-Net jedoch noch nicht.
Michael Müller