Montag, 12.10.2009 15:46

Geht Unitymedia in 2010 an die Börse?

aus dem Bereich Sonstiges
Unitymedia ist laut Bankerkreisen innerhalb weniger Wochen bereit, an die Börse zu gehen. Das geht aus einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hervor. Unitymedia-Chef Parm Sandhu sieht derzeit keinen "Handlungsdruck", dementiert jedoch auch nicht.

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Krisenende eingeläutet?

Wenn das Kölner Unternehmen an die Börse geht, steht seit Beginn der Krise das erste größere neue Aktienangebot im europäischen Mediensektor bevor. Möglich sei allerdings auch, dass das Unternehmen statt eines kompletten Börsengangs nur eine Minderheitsbeteiligung plant, so die Zeitung. Die Nachrichtenagentur Reuters verweist auf Informationen von Juli dieses Jahres, wonach die Erstnotiz ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro haben könnte.

Unitymedia ist mit 6,2 Millionen Kabel-Abonnenten in Nordrhein-Westfalen und Hessen zweitgrößter Kabelnetzbetreiber in Deutschland. Auch Spitzenreiter Kabel Deutschland hat Reuters zufolge noch im Sommer sein Interesse am Börsengang durchscheinen lassen.

Die Chefetage von Unitymedia hüllt sich derzeit noch in Schweigen. Konzern-Chef Parm Sandhu betont laut FTD, es liege derzeit kein Handlungsdruck vor, den Börsengang zu beschleunigen. Gleichzeitig würdigt er aber auch die Vorteile, die frisches Kapital für das Unternehmen brächte, um die Wachstumsmöglichkeiten im deutschen Kabelmarkt zu nutzen.

Schwerpunkt Regionalgebiete

Unitymedia will noch in diesem Jahr verstärkt Regionalgebiete anbinden. Der Konzern will rund 730.000 Haushalte in 99 ländlichen Gemeinden an das modernisierte Kabelnetz anschließen und mit Breitband-Internet versorgen.
Dorothee Monreal
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