Die
Versteigerung der neuen Mobilfunkfrequenzen muss nach Meinung des Branchenverbands Bitkom spätestens bis Ende Februar 2010 über die Bühne gehen. "Ansonsten wird es schwierig für die Bundesregierung, das Breitbandziel zu erreichen und bis Ende 2010 alle Bundesbürger ans schnelle
Internet anzuschließen", sagte Bitkom-Regulierungsexperte Manfred Breul der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Es dürfe keine unnötigen Verzögerungen geben. Am diesem Montag berät der Beirat der Bundesnetzagentur über die Vergaberegeln.
UMTS-Versteigerung war kleiner
Insgesamt will die Bundesnetzagentur Anfang kommenden Jahres ein größeres Frequenzpaket versteigern als bei der spektakulären
UMTS-Auktion im Jahr 2000. Neben neuen UMTS-Lizenzen kommt auch die so genannte
Digitale Dividende unter den Hammer. Diesen ehemaligen Rundfunk-Frequenzen im Bereich von 800 Megahertz wird eine besonders gute Ausbreitungsfähigkeit in der Fläche zugesprochen, so dass sie sich besonders gut für
mobile Breitbandanschlüsse auf dem Land eignen.
In den vergangenen Wochen war von Seiten der
Mobilfunk-Betreiber Kritik am Entwurf der Bundesnetzagentur laut geworden. Während
Vodafone und
T-Mobile die Pläne befürworten, befürchten die kleineren Netzbetreiber
E-Plus und
o2 Wettbewerbsnachteile. Sie fordern unter anderem,
bereits vergebene Mobilfunkfrequenzen neu zu verteilen, um gleiche Bedingungen für alle Anbieter zu schaffen.
Bitkom übt Kritik
Auch Breul kritisierte die Vergaberegeln bei der Auktion: Es mache "keinen Sinn, dass in weißen Flecken sofort drei oder vier Netze parallel aufgebaut werden müssen." Ein schneller Ausbau der mobilen Breitbandnetze sei auf diesem Wege nicht zu erreichen. Die Bundesregierung will bis Ende 2010 alle Bundesbürger ans schnelle Internet mit Übertragungsraten von von mindestens 1.000 Kilobit je Sekunde bringen.