Markus Schütz, Senior Press Reviews Manager. Bild: Dell
Während andere Notebook- und PC-Hersteller ihre Produkte hauptsächlich über den Einzelhandel vertreiben und erst später eigene Onlineshops integrierten, macht es Dell genau umgekehrt. Das Markenzeichen des von Michael Dell 1984 gegründeten US-amerikanischen Unternehmens sind durch den Kunden konfigurierbare Computer und Laptops, die direkt über die Firmen-Website verkauft werden. Mittlerweile vertreibt Dell aber auch Produkte über den Handel, und zwar beim Einzelhandels-Riesen Wal-Mart im Heimatland. Hierzulande fand sich kürzlich ein Dell Netbook bei Lidl – ein Anzeichen für neue Vertriebswege? Wir haben bei Dell nachgefragt. Wie Dell, Android, Touchscreen-Technologie und Vertrieb zusammenspielen, erzählt uns Markus Schütz, Senior Press Reviews Manager für die Gebiete Europa, mittlerer Osten und Afrika.
onlinekosten.de: Wie von einigen Ihrer Wettbewerber, wie HP und Acer, hörte man auch von Dell, dass über ein
Netbook mit Android nachgedacht werde. Ist diese
Betriebssystem-Option nach wie vor im Gespräch beziehungsweise wann ist mit einem Netbook oder Smartphone mit Android zu rechnen?
Markus Schütz: "Dell arbeitet zu jeder Zeit sehr eng mit Partnern aus den verschiedensten Marktbereichen zusammen. Neue Technologien werden von uns schon sehr früh in die Entwicklung einbezogen und deren Marktreife und -potenzial evaluiert. Auch auf das Android-Betriebssystem trifft das zu. Ob und wann wir Produkte mit vorinstalliertem Android-Betriebssystem anbieten werden, können wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen."
onlinekosten.de: Auch unsere nächste Frage geht in Richtung Betriebssysteme.
Windows 7 soll im Vergleich zum Vorgänger
Vista eine wesentlich bessere Touchscreen-Unterstützung bieten. Wie sehen Dells Pläne zu neuer Touchscreen-Hardware aus?
Schütz: "Aus Kundenfeedback wissen wir, dass eine signifikante Nachfrage nach Touchscreen-Geräten besteht. Schon heute verfügen wir über eine langjährige Erfahrung mit dieser Technologie. Im Notebook-Bereich war Dell der erste Hersteller mit Multitouch-Geräten und auch zum jetzigen Zeitpunkt sind wir marktführend in diesem Bereich. Sowohl im Business-Umfeld als auch im Produkt-Portfolio für Endverbraucher bieten wir verschiedene Modelle mit Touch- und Multitouch-Funktionalität an – wie etwa den All-In-One-Desktop "Studio One 19". Wir werden in den nächsten Monaten weitere Desktop- und auch Notebook-Modelle mit Touchscreens ausstatten. Die Geräte werden von uns mit einer Vielzahl an Software-Tools ausgestattet, die Touch-optimiert sind. Darüber hinaus versprechen wir uns von Windows 7 und seiner erweiterten Touch-Funktionalität einen zusätzlichen Schub für die Touch-Technologie und eine noch bessere Bedienbarkeit der Geräte für unsere Kunden. Insgesamt bieten Touch-Funktionen neue, innovative und intuitive Möglichkeiten, den Computer zu nutzen. Wir sind davon überzeugt, dass dies neue Kundensegmente ansprechen und mittelfristig völlig neue Anwendungen und Benutzermodelle hervorbringen wird."
onlinekosten.de: Mit
Della, dem mittlerweile geschlossenen Online-Portal für weibliche Notebook-Kunden, oder dem Shopping-Projekt
Dell Swarm Canada geht Dell neue Wege beim Verkaufen von Notebooks. Wie kommt der Kauf im Schwarm bei den Kunden an und werden wir weitere alternative Online-Verkaufsaktivitäten oder Dell verstärkt im Einzelhandel – wie kürzlich bei Lidl – sehen?
Schütz: "Dell prüft fortlaufend neue Möglichkeiten zur Erschließung zusätzlicher Vertriebskanäle. Dazu gehört auch der Verkauf über den Einzelhandel. Der Consumer-Markt ist für uns von erheblicher strategischer Bedeutung. Und da viele Konsumenten vor einer Kaufentscheidung ein Produkt in der Hand halten und sich vom Design und 'Look & Feel' überzeugen möchten, ist für uns natürlich auch das Retail-Geschäft ein wichtiger Erfolgsfaktor."