Nach informellen Markttests während des Sommers forderte die Kommission Microsoft auf, die Web-Seite mit den zwölf angebotenen Browsern zu verbessern. "Das hat Microsoft getan", sagte Kroes. Die neuesten Angebote hätten "direkte Auswirkungen auf den Markt". "So hätten Neueinsteiger ausreichend Raum für Wettbewerb."
Keine Strafzahlungen
Microsoft knüpft den Vorschlag an die Bedingung, dass damit mögliche Strafen vom Tisch sind. Bisher drohen ein hohes Bußgeld und weitere Sanktionen. Frühere Strafgelder aus Brüssel gegen Microsoft belaufen sich bereits auf rund 1,7 Milliarden Euro.
Das EU-Verfahren war nach einer Beschwerde des norwegischen Browser-Herstellers Opera eingeleitet worden. Noch vor einigen Jahren hatte Microsoft bei Browsern quasi eine Monopolstellung. Inzwischen ist der Marktanteil aber deutlich gesunken. Vor allem die Rivalen
Firefox und Apples
Safari konnten zuletzt dazugewinnen.
Windows 7 mit Internet Explorer
Nun soll nach dem Microsoft-Vorschlag bei einem neuen PC mit
Windows 7 der Internet Explorer zwar standardmäßig installiert sein, der Nutzer aber ebenfalls automatisch andere Browser angeboten bekommen. Wie die Nutzer sollen auch die Computerbauer den Internet Explorer abschalten und andere Browser installieren können. Der Vorschlag soll jedoch nur für
Computer in Europa gelten.
Michael Posdziech
/ dpa