Jetzt schlägt mir die Software
VoiceOver vor, was mir während des Musikhörens Interpret und Titel ansagen kann. Hört sich gut an, nehm ich. Zurück zu iTunes: Das Programm ist nicht schwierig zu bedienen, wie die Synchronisation der Inhalte funktioniert, erklärt sich von selbst. Der Daten-Abgleich ist automatisch oder manuell möglich, mir ist letzteres lieber. Beim Versuch, ein selbstgedrehtes Video auf den PC zu übertragen, kam ich mit iTunes aber nicht weiter. Ein Blick ins Handbuch lehrt, dass hierzu der iPod als
Festplatte aktiviert werden muss - direkt in iTunes. Dort versteckt sich auch die Option, Daten vom iPod auf einem Fernseher auszugeben. Hierzu ist aber ein gesondertes, mindestens 40 Euro teures Kabel notwendig. Da hier der iPod und nicht iTunes die Hauptrolle spielt (mehr
Infos liefert ein Vergleich von iTunes und Amazon MP3), möchte ich nur kurz ein paar Funktionen aufzählen: Radiosender über das Web anhören, CDs importieren, Songtexte hinzufügen und sich automatisch Playlists zusammenstellen lassen, die den Musikgeschmack treffen sollen (=
Genius).
Ipod? Klingt gut!
Apple listet eine Reihe kompatibler Audioformate auf, WMA natürlich nicht. Songs in diesem Format können aber via iTunes konvertiert werden. Die Soundqualität des iPod gefällt mir, auch die Ohrhörer sind angenehm - obwohl sie nicht so aussehen - und sitzen erstaunlich fest. Im Vergleich mit meinem MP3-Player klingt das Apple Gespann in meinen Ohren etwas anders. Die einzelnen Klänge wirken auf mich getrennter, doch es fehlt mir persönlich etwas an Bass und Fülle. In den zahlreichen Equalizer-Einstellungen lässt sich zwar auch der Bass aufdrehen, dann wirkt der Sound aber etwas dumpf. Meine heimische Kabelkiste gibt noch ein Paar brandneue In-Ear-Ohrhörer für Bass-Fetischisten her: für mich die perfekte Kombination, aber natürlich Geschmackssache. Übrigens: Auch der standesgemäße Lautsprecher, um andere Menschen an öffentlichen Plätzen zu nerven, ist dabei. Umgehauen hat mich die Qualität nicht, mein
Handy klingt deutlich besser und ist lauter.
Display, Spiele und Extras
Das Display hat Apple mit der neuen iPod nano Generation auf 2,2 Zoll bei 240x376 Bildpunkten erhöht, die Qualität ist gut. Mittels Sensor erkennt der iPod nano, ob er waagerecht oder senkrecht gehalten wird und dreht Fotos oder Cover Flow entsprechend, Videos hingegen nicht. Wie genau der Sensor arbeitet, verdeutlicht eins von drei mitgelieferten
Games – ein Geduldspiel, bei dem der Nutzer einen Ball in verschiedene Tore bugsieren muss.
Zusätzlich sponsort der iPod nano ein Mikrofon für Sprachaufzeichnungen und einen Schrittzähler, den Besitzer von Nike+ Schuhen mit Sensor zum an-die-Innensohle-kleben auch fürs Training nutzen können. Unter dem Punkt
Extras finde ich noch Kalender, Wecker und Stoppuhr sowie eine Möglichkeit Kontakte und Notizen über iTunes zu importieren. Die ebenfalls enthaltene Radiofunktion sucht Sender über einen einblendbaren Drehregler und ersetzt Speicherplätze durch Favoriten. Zwei Besonderheiten: Radiosendungen lassen sich stoppen und innerhalb von 15 Minuten ohne Unterbrechung fortsetzen und ich kann Tracks aus dem Radio kennzeichnen, um sie später bei iTunes zu finden und zu kaufen. Wiedergabelisten werden ebenfalls unterstützt, sie können vorab in iTunes oder unterwegs direkt am iPod erstellt werden (
on-the-go).