Montag, 12.10.2009 11:01

Auto und Internet: Neue Spielwiese für Hacker?

aus dem Bereich Computer
"Massen-Karambolage auf der A3: Zirka 20 Kilometer Stau. Zehn Fahrzeuge verkeilten sich ineinander. Als Unfallursache wird ein Virus vermutet, das die Bordcomputer der beteiligten Fahrzeuge zum Absturz gebracht hat." Lauten so oder ähnlich die Verkehrsmeldungen der Zukunft? Ein Horroszenario - aber vielleicht nicht ganz von der Hand zu weisen. Jedenfalls, wenn man mit Marcus Lindlbauer von der Firma Secunet spricht. Er hat auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt den Angriff eines Hackers auf einen Autocomputer simuliert.

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Ein Virenscanner reicht nicht aus

"Moderne Fahrzeuge verfügen heute schon über Internet-Zugriff", erklärt er im Gespräch mit onlinekosten.de. Web-Zugang im Auto wird Lindlbauers Meinung nach in Zukunft nicht nur über UMTS, sondern auch über WLAN realisiert. Die Nutzer könnten sich dann an Hotspots wie Bahnhöfen, Flughäfen oder Stadtnetzen einloggen und Daten wie Stadtpläne oder Spritpreise abfragen oder Internetradio hören.

Das freut nicht nur den Autofahrer, sondern auch die Hacker, denn über Hotspots sind die IP-Adressen der Bordcomputer leichter ausfindig zu machen. Und damit ist der Weg zum Angriff nicht mehr weit. Ein Virus könnte den Rechner lahm legen oder mit Daten überfluten und somit außer Gefecht setzen. In einem Fahrzeug, das sich ständig bewegt, reicht ein einfacher Virenscanner nicht aus.

Glücklich ist, wer dann über ein Abwehrtool verfügt. Das von dem IT-Fachmann vorgestellte Modul trennt das Fahrzeug beispielsweise vom Angreifer und stellt den Kontakt zum Netz über eine neue IP-Adresse her. Auf der IAA nur ein Test. Aber wenn es nach Lindlbauer geht, könnte ein solcher Schutzbaustein bald Alltag werden und unsichtbar in ein Steuergerät der Bordelektronik eingegossen werden.
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    Zuletzt kommentiert von Wuschel am 12.10.2009 um 21:10 Uhr
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