Das
mobile Internet soll dank des
UMTS-Nachfolgers
LTE in den nächsten Jahren erheblich beschleunigt werden. Die
Mobilfunk-Netzbetreiber testen bereits eifrig die neue Technologie. Schon im vergangenen Herbst hatte
T-Mobile LTE unter Livebedingungen getestet. Im April diesen Jahres startete
Vodafone ein LTE-Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen". Auch Telefónica möchte so früh wie möglich für die LTE-Markteinführung gerüstet sein. Der Mutterkonzern von
o2 Germany testet LTE künftig in Deutschland sowie in Spanien, Großbritannien, der Tschechischen Republik, Brasilien und Argentinien.
Sechsmonatige LTE-Pilotprojekte
Dazu hat der Telekommunikationskonzern mit Alcatel-Lucent, Ericsson, Huawei, NEC, Nokia Siemens Network und ZTE eine Vereinbarung über die Durchführung von LTE-Pilotprojekten getroffen. In den auf sechs Monate angelegten Tests will Telefónica praktische Erfahrungen mit LTE im produktiven Einsatz gewinnen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse entwickelt der Telekommunikationskonzern seine LTE-Strategie. Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE versprechen sich die großen Mobilfunknetzbetreiber vor allem auch eine größere Wirtschaftlichkeit, Frequenzen lassen sich zudem flexibler verwalten. Im Idealfall könne Telefónica nach eigenen Angaben Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 340 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) anbieten.
Erster LTE-Test erfolgte bereits im April
Im April demonstrierte das Unternehmen LTE bereits in Madrid und erreichte in dem Mininetzwerk dabei Übertragungsgeschwindigkeiten von über 140 Mbit/s. Der breite LTE-Start hängt jedoch noch von der Verfügbarkeit entsprechender Endkunden-Geräte ab. Zunächst sind hier LTE-Datenkarten, später auch Telefone geplant. Zudem warten die Anbieter auf die Freigabe der entsprechenden Frequenzen. Die Bundesnetzagentur wird diese auch als
Digitale Dividende bezeichneten Frequenzen voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres per Auktion versteigern.