Der Spiele-Service
OnLive kommt mehr und mehr ins Rollen. Im Sommer startete der sich selbst als "Cloud-Gaming Pionier" bezeichnende Anbieter den Beta-Test, jetzt folgen neue Kapitalgeber – und zwar mit großen Namen.
AT&T und Warner Bros. glauben an OnLive
Wie OnLive am Mittwoch mitteilte, haben sich unter anderem der amerikanische Telekommunikations-Provider AT&T, das Software-Unternehmen Autodesk und das Filmstudio Warner Bros. dazu entschlossen, in den Dienst für Spieler zu investieren. Diese Finanzierungsrunde soll die bislang umfangreichste sein und zum Start von OnLive sowie zum Schutz der Rechte eingesetzt werden. Unterstützung bekommt das Unternehmen auch von den Spiele-Herstellern. Neun große Publisher sollen bereits mit im Boot sitzen, darunter Ubisoft, EA, Atari und Epic Games.
Nicht weniger als "die Zukunft der Videospiele" möchte OnLive sein. Screenshot: onlinekosten.de
Streaming statt teure Hardware
OnLive will die Videospielbranche umkrempeln, indem die Nutzer keine teure
Computer-Hardware oder Konsolen benötigen, um Spieletitel wie
Crysis Warhead,
Bioshock oder
Burnout Paradise zu spielen. Stattdessen streamt der Anbieter die Games über die Breitband-
Internetverbindung direkt zum Spieler. Hierzu ist nichts anderes als ein
Browser-Plug-In für Windows-
PCs oder Macs oder die sogenannte OnLive MicroConsole, eine Settop-Box, nötig.
Der Beta-Test läuft seit Anfang September, die Türen stehen aber leider nur für Nutzer aus den USA offen. Einen festen Starttermin nannte OnLive nicht, auf der
Website des Streaming-Dienstes ist nur ein "Coming Soon - Winter 2009" zu lesen. Analysten sehen in OnLive eine Herausforderung für Sony, Nintendo und Microsoft, wenn der Dienst hält, was er verspricht, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.