Anzeige:
Montag, 28.09.2009 20:04

EU: Zehn Millionen von Hörschäden bedroht

aus dem Bereich Sonstiges
Die EU-Kommission hat neue Lärmschutz-Vorschriften für MP3-Player und ähnliche Abspielgeräte mit Kopfhörern beschlossen. Sie beinhalten neue Standardeinstellungen und Warnhinweise zu möglichen Hörschäden durch lauten Musikgenuss. Details müssen jedoch noch erarbeitet werden.

Anzeige
100 Dezibel sind eigentlich zu viel

Bereits im Oktober 2008 hatte der WissenschaftlicheAusschuss vor den Folgen lauten Musikhörens mit MP3-Playern gewarnt. Der Geräuschpegel von MP3-Playern darf maximal 100 Dezibel erreichen. Einer Studie zufolge sind Hörschäden aber bereits möglich, wenn Nutzer mehr als fünf Stunden pro Woche Musik mit einer Lautstärke über 89 Dezibel über Kopfhörer hören. Nach fünf Jahren drohe sogar Taubheit, so die Kommission.

Dieses Risiko betreffe bis zu zehn Millionen Europäer. Schließlich hören nach Angaben der Kommission schätzungsweise 50 bis 100 Millionen EU Bürger täglich Musik mit MP3-Player und Co. Laut EU-Kommissarin Meglena Kuneva stellen Nutzer ihre Player öfter zu laut ein, als ihnen bewusst ist, beispielsweise auf verkehrsreichen Straßen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Hörschaden komme schleichend. Einmal eingetreten, hilft nur noch ein Hörgerät.

Bald Hinweis in Etiketten oder Diplay

Die Standardeinstellung der Geräte soll nach dem Willen der Kommission eine "unbedenkliche Lautstärke" nach den Sicherheitsvorschriften sein. Der Nutzer kann sie zwar verändern, muss aber vor den Folgen gewarnt werden. Der Vorschlag sieht hier Etiketten oder digitale Angaben auf dem Display vor.

Aber bis die Norm erarbeitet ist. wird so manches Gehör bereits verloren sein. Bis zu 24 Monate können bis zur Umsetzung ins Land gehen, und auch dann ist die EU-Norm nicht verbindlich, auch wenn sie de facto zur Industrienorm erhoben wird, so die Kommission.

Bis dahin hilft nur die freiwillige Selbstkontrolle: Einfach mal Regler herunterschieben oder Hörzeit verringern. Viele Geräte verfügen bereits über die Option einer Höchstlautstärke. Ein Blick in die Anleitung bringt hier Aufklärung.
Dorothee Monreal
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Wie bitte? (7 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von MadDog am 30.09.2009 um 16:04 Uhr
 Strengere Lautstärkebegrenzungen wären eine sehr gute Maßnahme! (9 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Blauer am 29.09.2009 um 20:39 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 19.04.2015
Bloggen gegen Tumor "Henry": Im Netz ist Krebs kein Tabu mehr
Sony-Music-Manager: Streaming kann lukrativer als Verkauf sein
Abkehr vom Kabel-TV: Netflix und Co. krempeln US-Fernsehen um
Visieren und Losbrüllen: Kölner Studenten entwickeln 3D-Brillen-Spiel
50 Jahre "Moore's Law" - Die Grenzen der Prozessor-Technik
YouTube-Blogger LeFloid kritisiert Fernsehnachrichten
Samstag, 18.04.2015
WhatsApp hat 800 Millionen aktive Nutzer pro Monat
Google-Suche findet jetzt auch das eigene Smartphone
BITKOM: Jedes zweite Unternehmen Opfer digitaler Angriffe
Payone: Banklizenz für Bezahldienst der Sparkassen
Dank Crowdfunding: Verpackungsfreier Supermarkt soll auch in München eröffnen
Neuer "Star Wars"-Trailer wird Hit im Internet
Freitag, 17.04.2015
BigBrotherAwards: Datenschützer verleihen Negativpreise an BND und Amazon
"WSJ": Apple Pay expandiert international nur langsam
Street View & Co.: Internetnutzer für bessere Online-Panoramadienste in Deutschland
Weitere News
Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
Webspace gesucht?
Suchen Sie günstigen Webspace für ihre Website?
Mit dem richtigen Anbieter ist das Hosting kein Problem und alle Daten dank RAID sicher. Auch der Homepage Baukasten ist oft inklusive.
Ob Root Server mieten, Domaincheck oder Domain registrieren - der Webhoster liefert alles aus einer Hand.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs