Das Online-Auktionshaus
eBay hat in diesem Sommer zahlreiche Bereiche umgekrempelt und dabei vor allem die Profi-Verkäufer ins rechte Licht gerückt. Im Rahmen der Umräumaktion sind neue Funktionen hinzugekommen. Features, die sich nicht so recht durchsetzen wollen, "schneidet" der Händler hingegen ab – wie jetzt mit den
eBay Weblogs ein Scheibchen der Community.
Weblogs verschwinden spurlos
Die Mitteilungsmöglichkeit der
eBay Community soll zum 31. Oktober dieses Jahres weichen. "Wir wissen, dass Ihnen in den eBay-Blogs wertvolle und hilfreiche Informationen zur Verfügung gestellt wurden. Wir haben uns trotzdem entschlossen, uns in Zukunft noch mehr auf das zu konzentrieren, was für unsere Mitglieder die allergrößte Wichtigkeit besitzt: nämlich eBay zur besten Website für Käufe und Verkäufe zu machen", schreibt das Auktionshaus auf seiner
Website und bedankt sich bei seinen Mitgliedern für die bisherigen Beiträge. Allen, die ihre Veröffentlichung aufbewahren möchten, empfiehlt das Unternehmen – in bester Offline-Manier - einen Ausdruck oder eine Speicherung.
Die eBay Weblogs verstecken sich innerhalb der Community unter dem Punkt Ich auf eBay - aber nur noch bis Ende Oktober. Screenshot: onlinekosten.de
Sang- und klanglos
Statt in den Blogs soll der Meinungsaustausch künftig in der eBay Community stattfinden. Diese ist über einen eigenen Menüpunkt prominent verlinkt, die Weblogs hingegen sind schwer auffindbar und zumindest von der Startseite aus nicht direkt erreichbar.
Nicht alle
Web 2.0-Aktivitäten, die sich auf eine Website integrieren lassen, müssen für die Mitglieder auch einen großen Nutzen bringen.
EBay verbannte in der Vergangenheit zum Beispiel schon die Skype-Funktion aus den Artikel-Seiten oder strich zuvor den
Skype-Geldversand innerhalb von PayPal. Mittlerweile
hat sich eBay von Skype für 1,3 Milliarden Euro getrennt, der
Verkauf der Mehrheit von 65 Prozent wird jedoch durch Klagen der Skype-Gründer erschwert.