Die Reden und Absichtserklärungen, die in den letzten Jahren zum Ausbau der
Breitband-Netze in Deutschland gehalten wurden, füllen ganze Aktenordner. Erst in dieser Woche kündigte etwa die
Deutsche Telekom eine Ausweitung des Breitband-Ausbaus auf 750 Orte an. Doch schnelles
Internet über ein eigenes
DSL-Netz liefert nicht nur der ehemalige Monopolist oder große
Provider wie etwa
Vodafone. Das Brandenburger Unternehmen
DSN:NET rüstet bereits seit 2007 ländliche Gebiete in Brandenburg mit schnellen Internetzugängen aus.
DSL-Anschlüsse für 2.800 Bürger
Aktuell profitieren die Einwohner von Königs Wusterhausen von Ausbaumaßnahmen des Unternehmens. Bislang verfügen in dem knapp 40 Kilometer von Berlin gelegenen 33.000 Einwohner-Städtchen erst 50 Prozent der Bevölkerung über schnelle
Internetzugänge. Ab November sollen weitere 2.800 Bürger der Region schnell im Internet
surfen können.
Der Spatenstich für den Netzausbau erfolgte am Donnerstag mit prominenter Beteiligung. Im Gewerbegebiet Möllenberg/Niederlehme hatte sich neben Ministerpräsident Matthias Platzeck und dem Bundestagsabgeordneten Peter Danckert weitere lokale Politprominenz versammelt. Der jetzt in Angriff genommene breitbandige Netzausbau erstreckt sich auf die Gebiete Niederlehme, Wernsdorf, das Gewerbegebiet Möllenberg/Niederlehme und Kablow. Die Initiative von DNS:NET wurde dabei von allen Seiten begrüßt.
DNS:NET bietet bald auch in Königs Wusterhausen Internet und Telefonie über den DSL-Internetanschluss. Screenshot: onlinekosten.de.
Fertigstellung des Breitband-Ausbaus bis November
Die Bürger müssen laut der derzeitigen Pläne nicht lange auf die Fertigstellung des Netzes warten. Alexander Lucke, Geschäftsführer DNS:NET, verspricht: "Mit dem heutigen Spatenstich bis zum Anschluss der Kunden ans Netz wird es sehr zügig gehen. Ab November können die Anschlüsse genutzt werden." Gerade auch von den im Gewerbegebiet angesiedelten Unternehmen wurde die Erschließung mit DSL sehnsüchtig erwartet. "Für uns als mittelständisches Unternehmen mit hohem Datenaufkommen ist dieser Schritt eine enorme Erleichterung. Endlich können wir wie alle anderen Unternehmen schnelle Kommunikationswege in Anspruch nehmen", so Knut Wischmann, Geschäftsführer eines dort angesiedelten Metall- und Fahrzeugbauunternehmens.
Im Ortsteil Zernsdorf hatte DNS:NET bereits 2008 innerhalb von vier Monaten eine komplett neue Infrastruktur aufgebaut. Dabei wurden innerhalb des Ortes mehrere Kilometer Glasfaserkabel verlegt und drei zentrale DSLAMs (Vermittlungsstellen) installiert. Das bestehende Kupfernetz wurde dort angeschlossen. Erste Kunden konnten bereits Anfang 2009 über ihren neuen
DSL-Anschluss mit Bandbreiten von bis zu 20 Megabit pro Sekunde im Internet surfen.