Adrian v. Hammerstein
Bild: Kabel Deutschland
Schnelle Internetzugänge spielen für immer mehr Menschen eine nicht mehr wegzudenkende Rolle im Alltag. Standorte, an denen keine schnellen Verbindungen in das World Wide Web möglich sind, verlieren stark an Attraktivität. Zugang zum weltweiten Datennetz liefern nicht nur DSL-Anschlüsse, sondern auch die deutschen Kabel-Netze. Kabel Deutschland (KDG) ist hierzulande als größter Netzbetreiber in 13 Bundesländern aktiv und bietet Doppel-Flatrates mit bis zu 32 Megabit pro Sekunde im Downstream. Doch das Ende der Fahnenstange ist damit noch lange nicht erreicht, wie KDG-Chef Adrian von Hammerstein in der neuen onlinekosten.de-Serie "Drei Fragen an:" gegenüber unserer Redaktion erklärt.
onlinekosten.de: Herr von Hammerstein,
Kabel Deutschland logiert mit seiner Zentrale vor den Türen Münchens. Sie reisen regelmäßig - für einen Top-Manager eher untypisch - mit dem Fahrrad an. Wollen Sie ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter sein?
Adrian von Hammerstein: "Nach einem langen Arbeitstag mit vielen Meetings, Terminen und manchmal schwierigen Entscheidungen bedeutet das Fahrradfahren für mich Entspannung. Man kann die Gedanken an das Geschäftliche, an Zahlen, neue
Projekte usw. ein Stück weit abschütteln und kommt entspannter zuhause an. Und ich habe mich bewegt."
onlinekosten.de: Kommen wir zum Business: Derzeit bietet Kabel Deutschland Bandbreiten mit bis zu 32 Mbit/s im Downstream an. Bei Kabel BW sind sogar 100 Mbit/s drin. Wann erleben auch KDG-Kunden den nächsten Geschwindigkeitsrausch?
v. Hammerstein: "Kabel Deutschland hat bereits vor einiger Zeit bei einem
Feldtest in Hamburg überzeugend demonstriert, dass das Fernsehkabel viel leistungsfähiger ist als
DSL und Geschwindigkeiten von über 200 Mbit/s möglich sind. Wenn es die Marktnachfrage und neue bandbreitenintensive Anwendungen erfordern, werden wir unseren Kunden auch diese Geschwindigkeiten anbieten. Für 2010 sind (in drei bis vier Großstädten; die Red.) bereits erste Angebote in Planung."
onlinekosten.de: Je leistungsfähiger das Kabelnetz wird, desto mehr steigt die Nachfrage nach entsprechenden Anwendungen. Wäre es denkbar, dass Kabel Deutschland künftig auch IPTV-Inhalte vermarktet? Dass zum Beispiel die KDG-TV-Pakete auch über das
Internet geschaut werden können?
v. Hammerstein: "Es ist richtig, dass unsere Infrastruktur sehr leistungsfähig ist und eine hohe Kapazität aufweist. Dadurch bieten sich uns viele Möglichkeiten für neue interaktive Dienste. So werden wir unseren Kunden ab dem kommenden Jahr auch Video on Demand anbieten. Weiterhin wollen wir unser Angebot im Bereich des
hochauflösenden Fernsehens ausweiten."
Hayo Lücke