Alexander Lautz
Bild: congstar
DSL- und Mobilfunk-Tarife zu fairen Konditionen und mit der Möglichkeit, das Vertragsverhältnis zum Ende eines jeden Monats zu kündigen, das sind die wichtigsten Kennzeichen des Angebots der Telekom-Tochter congstar. Vor rund zwei Jahren wurde die Discount-Marke, die vor allem eine junge, preisbewusste Zielgruppe ansprechen will, von congster in congstar umbenannt und konnte Ende April dieses Jahres die Schallmauer von eine Million Kunden durchbrechen. Zuletzt wurde das Mobilfunk-Angebot grundlegend renoviert und das Baukasten-Prinzip bei den Mobilfunk-Flatrates eingestellt. Doch was steht als nächstes an? Wie sieht es zum Beispiel mit der Vermarktung von mobilen Datentarifen oder VDSL-Anschlüssen aus? Fragen, die wir im Rahmen unserer neuen Serie "Drei Fragen an:" dem congstar-Geschäftsführer Alexander Lautz gestellt haben.
onlinekosten.de: Herr Lautz, immer mehr Unternehmen am deutschen
Mobilfunk-Markt starten spezielle Tarife für
mobiles Internet. Was bewegt congstar dazu, die
Laptop-Nutzung unterwegs bisher noch nicht in die eigene Vermarktungsstrategie mit aufzunehmen.
Alexander Lautz: "Klar ist, dass die Preise für die
mobile Datennutzung weiter sinken. Wir sind auch hier mit neun Cent pro Minute bzw. 35 Cent pro Megabyte,
UMTS-Geschwindigkeit und D-Netz-Qualität ganz gut aufgestellt. Uns war es im ersten Schritt wichtig, attraktive Preise für die mobile Telefonie und
SMS anzubieten. Selbstverständlich denken wir auch über eine Erweiterung unseres Datenangebotes nach."
onlinekosten.de: Im April wurde das Angebot an Mobilfunk-Tarifen rundum erneuert. Die Möglichkeit,
Flatrates nach den eigenen Wünschen zu kombinieren gibt es seitdem nicht mehr. Hat sich der Schachzug, auf zwei feste Flat-Tarife umzustellen, für congstar ausgezahlt?
Lautz: "Auf jeden Fall. Mit dem Baukastensystem haben wir eine Zielgruppe erreicht, die sich sehr gut mit Ihrem Telefonieverhalten auskennt und auseinandersetzt. Allerdings haben wir immer mehr Feedback erhalten, dass Kunden lieber die am Markt gelernten, vorgefertigten Paketangebote möchten. Um unsere Produktpalette noch attraktiver für weitere Zielgruppen zu machen, war die Umstellung auf die neue Angebotsstruktur der richtige und notwendige Schritt. Und der Erfolg gibt uns Recht. Vor allem die
congstar Kombi Flat für 9,99 Euro ist bei unseren Kunden sehr beliebt – neben den kostenfreien Gesprächen ins Festnetz kann damit auch Flat zu allen congstar Mobilfunkkunden telefoniert werden."
onlinekosten.de: Bekannt geworden ist congstar auch durch faire
DSL-Tarife.
1&1 und
Vodafone haben sich mit der
Deutschen Telekom bereits auf eine VDSL-Vermarktung geeinigt. Spielen VDSL-Anschlüsse auch in Ihren Planungen eine Rolle?
Lautz: "Der
DSL-Markt teilt sich aktuell in zwei Kundengruppen auf. Zum einen die Kunden, die mit einer Bandbreite von zwei oder sechs Mbit/s bestens zurechtkommen und zum anderen die Kunden, die höhere Bandbreiten für WebTV oder andere Anwendungen benötigen. Diesen Kunden bieten wir bereits heute mit bis zu 16 Mbit/s eine hohe Bandbreite für schnelles
Surfen und andere Anwendungen im Internet an.
VDSL-Anschlüsse mit noch höherer Bandbreite von 25 oder 50 Mbit/s sind in jedem Fall eine interessante Möglichkeit, unser Portfolio zu erweitern. Wir prüfen daher wie stark ein Angebot von mehr als 16 Mbit/s für unsere Zielgruppe bereits Relevanz hat und ob es zu Discountkonditionen umsetzbar ist."