Die britische Regierung hält weiterhin an ihren Plänen fest, den
Breitband-Ausbau auf der Insel zu forcieren. Jeder britische Staatsbürger soll in nicht allzu ferner Zukunft über einen schnellen
Internetzugang verfügen können. Dies möchte das Kabinett unter Premierminister Gordon Brown unter anderem mit der Einführung einer
Internetsteuer erreichen.
Sechs Pfund im Jahr für den Breitband-Ausbau
Das Konzept sieht vor, dass alle Haushalte in Großbritannien mit einem Festnetz-
Telefonanschluss zukünftig monatlich eine Abgabe in Höhe von 50 Pence zahlen (rund 0,59 Euro). Die in einen staatlichen Fonds fließenden Gelder werden dann für die Modernisierung und Ausweitung der Breitbandnetze verwendet. "Mein Ziel ist es, die Internetabgabe per Gesetz noch vor den Parlamentswahlen zu verabschieden", so der britische Finanzminister Stephen Timms laut einem Bericht der Zeitung "Guardian". Die Briten wählen im nächsten Sommer ein neues Parlament. Die zusätzlichen Steuereinnahmen lägen durch die neue Abgabe bei 150 bis 175 Millionen Pfund jährlich.
In Vereinigten Königreich hatte bereits der britische Kommunikationsminister Lord Carter mit seinem Bericht
Digital Britain im Sommer für Aufsehen gesorgt, in dem er die Einführung einer Steuer für das Web forderte. Derzeit hätte noch rund ein Drittel der britischen Bevölkerung keinen Zugriff auf einen ausreichend schnellen Internetzugang gehabt.
Deutsche Telekom verstärkt Ausbau-Bemühungen
In Deutschland hatte die
Deutsche Telekom erst in dieser Woche angekündigt ihre Aktivitäten zum Ausbau der breitbandigen Internetzugänge zu verstärken. Bis zum Ende des Jahres will die
Telekom rund 750 Kooperationsverträge mit Kommunen abschließen, um den Breitband-Ausbau in Deutschland voranzutreiben.