Es ist längst kein Geheimnis mehr: Wer die
jungen Nutzergruppen erreichen will, braucht unbedingt eine eigene Webpräsenz. Das
Internet ist das Leitmedium der Generation unter 30 und
ringt mit dem Fernsehen um den ersten Platz im täglichen Medienkonsum – ganz gleich, ob der Fokus auf Unterhaltung oder Informationsangeboten liegt. Im Wahlkampf wird daher die Verbindung beider Formate bereits intensiv praktiziert, um insbesondere die Jugend für Politik zu begeistern. Auch am Tag der Entscheidung gibt es eine Berichterstattung aus dem Web - speziell für das Web: Das "Wahlstudio im Netz" berichtet live bei
Bundesradio.de und
dctp.tv. Das ZDF hingegen präsentiert die
"Wahl im Web".
Blogger im direkten Dialog
Die Moderation übernehmen der Journalist Philip Banse sowie der Podcast-Produzent Tim Pritlove. Beide analysieren mit Bloggern, Politikern und Wissenschaftlern die Bundestagswahl aus netzpolitischer Perspektive. Eine spannende Runde ist durch die über 15 Gäste garantiert. Mit dabei sind unter anderem die Blogger Markus Beckedahl (Netzpolitik.org) und Johnny Haeusler (Spreeblick.com), die Politiker Niels Korte (CDU) und Florian Bischof (Piratenpartei) sowie die Journalisten Jakob Augstein (Verleger des Freitag) und Peter Schink (Welt.de). Das "Wahlstudio im Netz" will den Wahlkampf im Web in den Mittelpunkt stellen und Hintergründe zum gesamten Wahlablauf liefern.
Debatte über die Zukunft des Internets in Staat und Gesellschaft
Neben der Beobachtung des Netzgeschehens in Blogs und auf
Twitter soll etwa die Bedeutung des Wahlergebnisses für Themen wie Urheberrecht und Netzneutralität sowie Datenschutz und Kommunikationsüberwachung intensiv diskutiert werden. Zusätzlich zur aktuellen Beurteilung der Ereignisse am Wahltag will das Projekt aber ebenso über das Tagesgeschehen hinausblicken. Im Mittelpunkt steht dabei die Debatte über die Zukunft des Internets in Staat und Gesellschaft.
So suchen die Beteiligten nach zukünftigen Regeln für eine globale Internet-Community, die möglichst ohne Staatsbeteiligung auskommen sollen. Auch Formen politischen Engagements im Netz stehen auf der Agenda. Obwohl die Internet-Sendung nach Angaben der Veranstalter ein "No-Budget-Projekt" ist und ihre Entstehung experimentierfreudigen Journalisten sowie Technikern verdankt, berichten zudem gleich mehrere Reporter live aus einem Wahllokal und von Partys der Parteien.
Bundesradio.de und dctp.tv senden am 27. September per Audio- und Videostream live im Netz.
Logos: Bundesradio.de / dctp.tv
Am 27. September um 15:30 Uhr geht's los
Das "Wahlstudio im Netz" startet am 27. September um 15:30 Uhr und sendet per Video- und Audiostream rund fünf Stunden live aus dem Betahaus in Berlin Kreuzberg. Dahinter stehen das Berliner Politikradio
Bundesradio.de sowie der Fernsehdienstleister
Development Company for Television Program mbH (dctp), der unter anderem an der Ausstrahlung von Formaten wie "Spiegel TV", "Süddeutsche TV" und "Stern TV" beteiligt ist.