Mittwoch, 23.09.2009 08:38

Intel will auf Smartphone-Markt angreifen

aus den Bereichen Mobilfunk, Computer
Intel verstärkt seine Offensive im lukrativen Markt der Netbooks und mobilen Internetgeräte. Über eine neue Plattform sollen Software-Hersteller künftig ihre Anwendungen etwa für Smartphones oder Netbooks, die Intels Atom-Prozessoren nutzen, einfacher programmieren und auch verkaufen können. Zu den ersten Partnern zählen auch Acer und Dell, sagte Intel-Chef Paul Otellini am Dienstag in San Francisco zur Eröffnung des hauseigenen Entwicklerforums IDF.

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Vorteil für Entwickler

Vorteil der Intel-Entwickler-Plattform sei es unter anderem, dass Hersteller ihre Software ohne zusätzliche Anpassung für verschiedene Betriebssysteme und für den Einsatz auf verschiedenen Geräten wie Netbooks, Smartphones und kleinen, mobilen Internet-Geräten, den sogenannten MIDs, programmieren können, sagte Otellini.

Während Intel mit seinen Atom-Prozessoren erfolgreich im Mini-Notebook-Markt unterwegs ist, hat es das Unternehmen bislang noch nicht in den Markt der Smartphones an Konkurrenten wie ARM vorbei geschafft, da die Chips für die kleinen Geräte bislang zu stromhungrig waren. Für das kommende Jahr kündigte Otellini eine neue, leistungsfähigere und stromsparendere Generation des Atom- Prozessors an, der im neuen 32-Nanometer-Verfahren produziert werden soll.

Das von Intel eigens für Smartphones und Netbooks entwickelte Betriebssystem Moblin werde künftig auch von Adobe und Microsoft unterstützt, sagte Otellini. Die Unternehmen wollen künftig ihre Programme Air und Silverlight auf das neue Betriebssystem anpassen. Wann das Linux-Betriebssystem Moblin auf den Markt kommt, wurde nicht genannt. Gerüchten zufolge wollte Asus das IDF nutzen, um einen ersten EeePc mit Moblin anzukündigen. Im Markt für Smartphones tritt Intel mit Moblin in direkte Konkurrenz zum Beispiel zu Microsofts Windows Mobile oder den Handys mit Googles Betriebssystem Android.

Eine erste Softwarelösung für die Handys mit Computerfunktion zeigte in San Francisco die Software-Schmiede Wind River, die erst im vergangenen Juli von Intel gekauft worden war. Noch Ende dieses Jahres soll Moblin in der Version 2.0 für Smartphones verfügbar sein. Wer unter den Handy-Herstellern zu den potenziellen Kunden gehört, wollte das Unternehmen allerdings nicht sagen.

App-Store für Eee-PC

Der EeePC-Erfinder Asus kündigte auf dem Entwicklerforum einen ersten eigenen "App Store" für seine Mini-Notebooks an, wie es ihn bislang nur für Smartphones wie etwa Apples iPhone gibt.
Hayo Lücke / dpa
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