Kurz vor der Bundestagswahl betonen noch einmal alle Seiten ihre Bereitschaft zum Ausbau des Breitbandnetzes. Die
Breitbandstrategie der Bundesregierung sieht bekanntlich bis Ende 2010 schnelle
Internetzugänge für alle Haushalte in Deutschland vor. Der Satellitennetzbetreiber Eutelsat plant im nächsten Jahr den
Start des Satellit KA-SAT, der europaweit für zwei Millionen Haushalte Bandbreiten von bis zu zehn Megabit pro Sekunde ermöglicht. Die
Deutsche Telekom zeigt sich ebenfalls emsig und kündigt eine Ausweitung ihrer Ausbauaktivitäten an.
750 Verträge mit Kommunen
Im vergangenen Jahr hatte die Telekom Kooperationen mit rund 400 Kommunen abgeschlossen. Im laufenden Jahr seien nach Angaben des Bonner Konzerns bereits knapp 500 solcher Verträge verabredet worden.
"Wir wollen den
Breitband-Ausbau in Deutschland voranbringen", so Niek Jan van Damme, Vorstand Deutschland der Telekom. "Darum planen wir, in diesem Jahr rund 750 Kooperationsverträge mit Kommunen abzuschließen." Dies seien mehr als ursprünglich geplant. Damit wolle das Unternehmen das gesetzte Ziel der Bundesregierung unterstützen und Breitband vermehrt auch in ländliche Gebiete bringen.
Telekom fordert andere Anbieter zu Investitionen auf
Die Telekom begrüße laut van Damme die Förderprogramme von Bund und Bundesländern, die den Telekommunikationsanbietern den Ausbau auch auf dem Land erleichtere. Dennoch könne der ehemalige Monopolist mit einem Marktanteil von 50 Prozent nicht 100 Prozent des Breitband-Ausbaus im Alleingang stemmen. Zum wiederholten Male wies die Telekom darauf hin, dass auch die anderen Anbieter gefordert seien, um die sogenannten
weißen Flecken in Deutschland zu schließen. Seit der
DSL-Einführung im Jahr 1999 habe die Telekom bereits mehr als zehn Milliarden Euro in den Netzausbau investiert.