Wer einen Brief bekommt, der dem Adressaten illegale Downloads bescheinigt und zur Unkosten-Erstattung auffordert, sollte genau auf den Absender schauen. Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V., kurz GVU, mitteilt, greift gerade eine "dubiose Firma" auf diese Masche zurück.
Post von "net-secure"
Der GVU zufolge erhalten Verbraucher bundesweit Post von einer sogenannten "net-secure", die vorgibt, den Empfänger beim illegalen Dateien-Download aus dem
Internet erwischt zu haben. "Diesen Vorgang habe net-secure über einen längeren Zeitraum zur Beweissicherung aufgezeichnet", zitiert die Gesellschaft das Schreiben des wenig vertrauenswürdigen Absenders. Gleichzeitig verlangt dieser 167,20 Euro, die die entstandenen Unkosten decken sollen. Um den Adressaten zur Bezahlung zu bewegen, lockt net-secure damit, im Falle der Zahlung von einer weiteren Strafverfolgung abzusehen.
Absichtliche Ähnlichkeit zur GVU
Der Grund, warum nun die GVU darüber informiert, ist der Briefkopf: net-secure gibt sich dort als "Gesellschaft zur Wahrung von Urheberrecht" aus, was für einen unwissenden Verbraucher sehr ähnlich klingt. Verstärkt wird der falsche Eindruck des Briefkopfes noch durch ein Zitat aus einer Pressemitteilung der GVU vom 24. November des vergangenen Jahres, das aber nicht als solches gekennzeichnet sei.
Der GVU ist der Absender nicht bekannt, sie distanziert sich ausdrücklich von diesem Schreiben. Wer einen Brief von net-secure erhalten hat, soll sich der Organisation zufolge an die örtliche Polizeidienststelle wenden. Zahlen sollte man den angeblich fälligen Betrag auch nicht.