Der Kurznachrichtendienst
Twitter hat innerhalb der letzten Monate einen Siegeszug rund um den Globus angetreten. Spätestens seit den Protesten im Iran, bei der die
iranische Opposition Twitter nutzte, um über die innenpolitische Lage zu berichten, sorgt der Internetdienst für Schlagzeilen. Bislang kommt das Angebot ohne Werbung aus, doch ein stabiles Geschäftsmodell muss schnell gefunden werden.
Twitter ist bereits im Visier der Werbebranche. Nun wurden die Nutzungsbedingungen für die weltweit rund 45 Millionen Twitterer überarbeitet.
Dritte können Tweets nutzen
Twitter-Mitbegründer Biz Stone präsentierte im offiziellen Twitter-Blog die neuen
Terms of Service. Nachdem Twitter stark gewachsen sei und die Entwickler nun wüssten, wie der Dienst genutzt werde, habe das Unternehmen die Grundregeln angepasst. Die Kurznachrichten, Tweets genannt, würden den Nutzern selbst gehören. Twitter behalte sich aber das Recht vor, die Tweets "zu nutzen, zu kopieren, zu reproduzieren, zu bearbeiten, zu verändern und sie zu veröffentlichen".
Die Zahl der Anwendungen für Twitter wächst rapide. So wird es beispielsweise erlaubt, über APIs auf die Twitter-Inhalte zuzugreifen. Bislang dürfen Dritte die Kurznachrichten bis auf das Vornehmen von Abkürzungen nicht verändern. Auch hier arbeite Twitter an entsprechenden neuen Regeln für die Nutzung der Anwendungen.
Zustimmung zur Schaltung von Werbung
Onlinekosten.de nutzt Twitter. Screenshot: onlinekosten.de.
Bereits früher hatte
Twitter über die Einbindung von Werbung in den Dienst nachgedacht. In den neuen Nutzungsbedingungen wird die Möglichkeit der Werbeschaltung ausdrücklich nicht ausgeschlossen, die Tür für Werbung werde offen gehalten. Die Zustimmung zu den
Terms of Service beinhaltet auch die Erlaubnis für die Platzierung von Werbung durch Twitter oder dritte Werbepartner. Die Nutzung des Kurznachrichtendienstes zum Versenden von Spam ist jedoch nach wie vor verboten.
Auch onlinekosten.de ist mit einem eigenen
Twitter-Profil bei dem Microblogging-Dienst angemeldet.