Sonntag, 13.09.2009 00:01

Erfolgsmodell im Test: das Nokia 5800 XpressMusic

aus dem Bereich Mobilfunk
Ebenfalls mit an Bord ist A-GPS. Die erste Ortsbestimmung erfolgte im Test unter erschwerten Bedingungen innerhalb der Wohnung und dauerte knappe zwei Minuten - überraschenderweise sollte sich das Gerät dann im Nachbarhaus befinden. Unterwegs hatte das GPS-Modul aber die tatsächliche Position immer im Blick. Für drei Monate kann zudem die Navigations-Software Ovi Maps, vormals Nokia Maps, kostenlos genutzt werden. In der noch für diesen September angekündigten Navigation Edition ist eine lebenslange Lizenz für die Navigations-Software gegen einen entsprechenden Aufpreis inklusive.

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Veraltetes Betriebssystem

Der Zugang zu einem Funknetzwerk ist mit wenigen Einstellungen ebenso einfach einzurichten wie zu einem E-Mail-Konto. Die POP3-Verbindung beispielsweise mit einem web.de-Postfach benötigte dank diverser Voreinstellungen nur zwei Eingaben, schon klappte das Versenden und Empfangen. Ein Client für Microsoft Exchange ist inzwischen vorinstalliert, Office-Software ist beim 5800 XpressMusic nicht mit dabei.

Als Benutzeroberfläche kommt die neueste Version des auf dem nicht mehr ganz taufrischen Betriebssystem Symbian basierenden S60 zum Einsatz. Das schränkt die Möglichkeiten der Individualisierung ziemlich ein und offenbart eine große Schwäche des 5800 XpressMusic. Der Startbildschirm kann zumindest mit drei verschiedenen Themen gestaltet werden: "Standard" bedeutet schlicht gähnende Leere, die aber die Sicht auf ein stilvolles Hintergrundbild frei macht. Das Thema "Kontaktleiste" erlaubt das Ablegen von genau vier Favoritenkontakte, deren geringe Größe aber die Frage aufwirft, warum nicht mehr Kontaktbildchen eingefügt werden dürfen. Auf der "Schnellzugriffsleiste" wiederum können verschiedene Shortcut-Icons und Statusinformationen angezeigt werden.

Top Lagesensor und starker Akku

Nokia 5800 XpressMusic
Das Startmenü inklusive
Sensor für Multimedialeiste oben rechts.
Bild: Nokia
Das Menü öffnet sich beim Druck auf die mittlere Taste unter dem Display, deren weiße Beleuchtung nebenbei auch als blinkendes Signal beim Eingang einer Nachricht dient. Der Aufbau des Menüs ist Nokia-Nutzern bestens bekannt und kann wie gewohnt durch Verschieben von Ordnern und Funktionen angepasst werden. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Eigenart des Systems, das mal ein Einzelklick zum Aufrufen einer Auswahl reicht, an anderer Stelle aber ein Doppelklick erforderlich ist, was die intuitive Bedienung nicht erleichtert. Neu ist die Multimedialeiste, die über ein Sensorfeld oberhalb des Touchscreens jederzeit aufgerufen werden kann. Sie erlaubt den direkten Zugriff auf Musik, Fotos und Videos, Online-Sharing-Funktionen, das Nokia Videocenter und das Internet.

Erwähnung sollte zudem noch der hervorragend reagierende Lagesensor finden, der sowohl beim Nachrichtenschreiben, in den Bildergalerien als auch beim Internetsurfen reibungslos zwischen vertikaler und horizontaler Ansicht wechselt.

Der Lithium-Ionen-Akku mit starken 1.320 mAh zeigte sich im Test nach der ersten Aufladung von knapp 1,5 Stunden als sehr ausdauernd. Bei regelmäßiger Nutzung zum Telefonieren, SMS schreiben, Surfen über WLAN und Hören einiger MP3s wurde erst nach drei Tagen ein Anschluss ans Stromnetz gefordert. Laut Herstellerangaben soll zudem die maximale Gesprächszeit im GSM-Netz unter idealen Bedingungen bei über acht Stunden liegen im Standby-Modus sollen 16 Tage drin sein. Die Ausdauer bei Musikwiedergabe gibt Nokia mit bis zu 35 Stunden an.
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