Bücherwürmer müssen umdenken, wenn es nach den Vorstellungen von Amazon, Sony & Co. geht. Immer mehr
E-Book-Reader drängen auf den Markt, innovationsfreudige Lesefreunde tauschen Bestseller in Papierform gegen elektronische Touchscreens. Einem breiten Run auf die neuen Lesegeräte steht aber oft noch der hohe Anschaffungspreis für die Hightech-Geräte entgegen. Dies könnte sich aber schon bald ändern: Der taiwanische Hardware-Hersteller Asus plant laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Times", noch in diesem Jahr gleich zwei günstige Geräte auf den Markt zu bringen.
Lesegerät mit zwei Displays
Asus hat schon in der vergangenen Woche bestätigt, dass das Unternehmen den Markt mit den neuen Readern ähnlich aufrütteln werde, wie es bereits vor rund zwei Jahren mit den ersten
Netbooks gelungen war. Die Asus-Reader würden intelligenter und vielseitiger eingesetzt werden können. Laut einem britischen Asus-Sprecher wird es eine günstige und eine Premium-Variante geben. Das teurere Gerät könnte dabei über zwei Displays verfügen, einen solchen Prototyp hatte Asus bereits früher in diesem Jahr gezeigt. Theoretisch könnten Nutzer elektronische Bücher über die beiden Bildschirme wie ein normales Buch lesen.
Ausstattung mit Farbdisplay, Webcam und Lautsprechern
Leser sollen zudem die Möglichkeit haben, auf einem Display den Buchtext zu sehen, auf dem anderen Bildschirm gleichzeitig im
Internet zu surfen. Während die Lesegeräte der Konkurrenz monochrome Displays nutzen, setzt Asus auf Farb-Bildschirme. Integriert sein könnten auch Lautsprecher, ein Mikrofon für die Nutzung von
Skype und eine Webcam. Laut Asus müsse jedes solcher neuen Produkte die richtige Kombination von Funktionalität und Preis besitzen. Es wird damit gerechnet, dass die einfache Version des E-Books Readers aus dem Hause Asus zu einem Verkaufspreis von rund 100 britischen Pfund angeboten wird (rund 114 Euro). Ähnlich wie beim
Eee PC könnte Asus damit vor allem mit einem günstigen Preis punkten.
In den nächsten Monaten wird erwartet, dass in Großbritannien auch die derzeit nur in den USA erhältlichen E-Book Reader wie
Amazons Kindle auf den Markt kommen. Asus Billiggeräte könnten die Verbreitung der elektronischen Lesegeräte fördern. Bislang seien in Großbritannien erst weniger als 80.000 E-Book Reader verkauft worden. Ob die Asus-Geräte auch in Deutschland angeboten werden, ist aktuell noch nicht bekannt.