Viel Spielstube, viel technologischer Erlebnispark und auch ein wenig Wohnzimmer - die Funkausstellung IFA in Berlin ist auf die Neugierde der Besucher ausgerichtet. Für sechs Tage sind die 22 Messehallen unter dem Funkturm ein Multimedia-Schaufenster.
Schauen, staunen, ausprobieren
Das elektronische Wunderland IFA soll Käuferträume wecken. Die Besucher gehen nach einem Rundgang vollgestopft mit Eindrücken und Informationen nach Hause. Offen ist, ob dann die Qual der Wahl bei der Suche nach dem richtigen Produkt geringer ist.
Pünktlich um zehn Uhr am Freitag war auch das letzte der zigtausend TV-Geräte am Netz und das Standpersonal mit eindringlichen Worten auf den Besucheransturm eingestimmt. Wer dann schüchtern oder verunsichert durch die Halle schlurft, wird von freundlichen jungen Damen angesprochen: "Darf ich Ihnen unseren neuen Fernsehen zeigen?", "Kennen sie schon unsere Kaffeemaschinen?". Der einladenden freundlichen Handbewegung widersteht kaum ein Mann.
Wohnzimmer-Ambiente ist passé
Überall kann probiert, getestet oder wegen der Vielzahl der Anwendungen auch verzweifelt werden. Die Hallen sind bunter und heller als in den Vorjahren. Denn um die TV-Geräte in den richtigen Käuferblick zu lenken, waren die Hallen früher vielfach "Dunkelkammern". Nun gibt es viel weiß und beige. Auf vielen IFA- Ständen ist das Wohnzimmer-Ambiente vergangener Jahre passé. Für die Fernsehwelt heißt es "noch größer". Was kürzlich noch als riesiges Format galt, wirkt gegenüber den neuen Geräten schon wieder klein.