Nokia, lange Zeit die unangefochtene Nummer eins im
Handy-Markt, kämpft mit allen Kräften um die zuletzt sinkenden Marktanteile. Zur wichtigsten Waffe im Kampf um die Vorherrschaft auf dem Handymarkt werden die multifunktionalen High-Tech-Handys, sogenannte Smartphones. Das gilt auch in der Wirtschaftskrise, in der der Markt in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt schrumpfen wird.
Wettbewerber holen auf
Der Branchenprimus steht unter Zugzwang: Quartal für Quartal gaben die Finnen zuletzt Marktanteile an die Konkurrenz ab. Im hart umkämpften Segment der immer mehr an Minicomputer erinnernden Smartphones holen die Wettbewerber auf. Zwar half die schiere Masse den Finnen nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner, im zweiten Quartal noch rund 45 Prozent der verkauften Super-Handys für sich zu verbuchen. Was die Wachstumsraten angeht, gibt Apple mit seinem iPhone aber nach wie vor den Ton an. Nur drei Tage nach dem Verkaufsstart des neuesten Modells
iPhone 3GS waren die Amerikaner schon eine Millionen der Geräte losgeworden. Das Nokia-Flaggschiff
N97 wurde insgesamt bislang erst zwei Million Mal verkauft.
"Wir hatten unsere Hochs und Tiefs. Das ist das Leben", suchte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo am Mittwoch auf der hauseigenen Messe Nokia World in Stuttgart die Probleme zu relativieren. Nach wie vor sei Nokia der größte Handy-Hersteller der Welt. Und das soll dank einer Modelloffensive auch so bleiben.
Neuer Versuch mit dem N97 mini
Das
N97 mini klingt wie eine leise Antwort auf Apples iPhone 3GS. Gedacht ist es für Menschen, die das
mobile Internet vor allem für Online-Netzwerke nutzen. Mit der Plattform Facebook starten die Finnen dann auch parallel eine neue Kooperation.